06:01 24 Januar 2020
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    US-Präsident Donald Trump hat nach dem iranischen Vergeltungsangriff eine deeskalierende Botschaft gesandt. Laut Trump verfügen die USA über ein großartiges Militär, das Washington hinsichtlich der letzten Ereignisse im Irak allerdings nicht einsetzen will. Zudem sprach sich der Präsident für eine Zusammenarbeit mit dem Iran aus.

    „Die Tatsache, dass wir dieses großartige Militär und die Ausrüstung haben, bedeutet allerdings nicht, dass wir es einsetzen müssen. Wir wollen es nicht einsetzen“, sagte Trump am Mittwoch bei einer Ansprache im Weißen Haus.

    Unter anderem rief Trump Teheran zur Zusammenarbeit bei gemeinsamen Interessen auf. Die Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS)* sei auch im Interesse des Irans, erklärte Trump. 

    „Und wir sollten dabei und bei anderen gemeinsamen Prioritäten zusammenarbeiten", sagte Trump und fügte hinzu: „Die Vereinigten Staaten sind bereit, mit allen, die sich darum bemühen, Frieden zu schließen.“ 

    Nach Raketenangriffen auf zwei von den USA genutzte Militärstützpunkte im Irak zur Vergeltung der gezielten Ermordung des iranischen Top-Generals Qassem Soleimani hatte Trump weitere Wirtschaftssanktionen gegen den Iran angekündigt, aber zunächst keine militärische Antwort.

    Raketenangriff auf US-Militärstützpunkt

    In der Nacht zu Mittwoch sind auf den irakischen Militärstützpunkt Ain al-Asad, auf dem US-Truppen stationiert sind, mehrere Raketen abgefeuert worden. Die iranische Revolutionsgarde hat sich zu dem Angriff bekannt. Einigen Medienberichten zufolge ist nicht eine, sondern sind mindestens zwei US-Militärbasen im Irak attackiert worden. Der zweite Militärstützpunkt, der offenbar ebenfalls mit Raketen beschossen worden sein soll, liegt bei der nördlichen Stadt Erbil.

    Bei dem Angriff auf US-Ziele im Irak sind laut dem iranischen Fernsehsender „Press TV“ 80 Menschen ums Leben gekommen. Die Agentur Reuters hat unter Verweis auf das iranische Staatsfernsehen gemeldet, Hubschrauber und militärische Ausrüstung des US-Militärs seien schwer beschädigt worden. Das iranische Fernsehen berichtet auch von getöteten „amerikanischen Terroristen“.

    Bei einer militärischen Operation des Pentagons wurde vergangene Woche im Raum des internationalen Flughafens von Bagdad der Kommandeur der Al-Quds-Spezialeinheit, General Qassem Soleimani, ermordet. Daraufhin hatte die Führung in Teheran geschworen, Soleimanis Tod zu rächen, und eine „Vergeltungsoperation“ angekündigt.

    mka/gs/dpa

    *Islamischer Staat (auch IS) - Terrorvereinigung, in Russland und Deutschland verboten

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