18:24 04 Juli 2020
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    Weder Amerikaner noch Iraker sind laut dem US-Präsidenten Donald Trump bei dem iranischen Raketenangriff auf vom US-Militär genutzte irakische Stützpunkte in der Nacht auf Mittwoch verletzt worden.

    „Die Amerikaner sollten sehr dankbar und glücklich sein: Keiner der Amerikaner wurde durch den Angriff des iranischen Regimes in der vergangenen Nacht verletzt. Es gibt keine Verluste, alle unsere Militärs sind in Sicherheit und unser Stützpunkt wurde nur minimal beschädigt“, sagte Trump in einer Sonderrede im Weißen Haus.

    Ferner betonte er, dass es auch unter den Irakern keine Verluste gebe. Trump zufolge „funktionierte das Frühwarnsystem perfekt“, daher fiel dem Angriff niemand zum Opfer.

    Laut dem iranischen Fernsehsender „Press TV“  sind jedoch bei dem Angriff auf US-Ziele im Irak 80 Menschen ums Leben gekommen. Die Agentur Reuters hat unter Verweis auf das iranische Staatsfernsehen gemeldet, Hubschrauber und militärische Ausrüstung des US-Militärs seien schwer beschädigt worden.

    ​Raketenangriff auf Militärstützpunkt mit US-Truppen

    In der Nacht zu Mittwoch sind auf den irakischen Militärstützpunkt Ain al-Asad, auf dem US-Truppen stationiert sind, mehrere Raketen abgefeuert worden. Die iranische Revolutionsgarde hat sich zu dem Angriff bekannt.

    Einigen Medienberichten zufolge ist nicht eine, sondern sind mindestens zwei US-Militärbasen im Irak attackiert worden. Der zweite Militärstützpunkt, der offenbar ebenfalls mit Raketen beschossen worden sein soll, liegt bei der nördlichen Stadt Erbil.

    „Harte Vergeltung“

    Irans geistliches Oberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei, nahm zu den Angriffen auf US-Militärstützpunkte Stellung und bezeichnete sie als eine „Ohrfeige“ für die USA. Unter anderem betonte er, dass der Beschuss erfolgreich gewesen sei. Das reiche aber nicht – das ausländische Militär soll die Region verlassen.

    Auch der iranische Verteidigungsminister, Amir Khatami, meldete sich zu Wort und schloss weitere Maßnahmen gegen die USA nicht aus. Die nächste Antwort werde proportional zum US-Verhalten sein, erklärte der Verteidigungsminister. Khatami unterstrich, dass Teheran Washington bereits eine derbe Lehre erteilt habe.

    Ermordung von General Soleimani

    Bei einer militärischen Operation des Pentagons in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag im Raum des internationalen Flughafens von Bagdad war der Kommandeur der Al-Quds-Spezialeinheit, General Qassem Soleimani, ermordet worden. Daraufhin hatte die Führung in Teheran geschworen, Soleimanis Tod zu rächen, und eine „Vergeltungsoperation“ angekündigt.

    sm/gs

     

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    Tags:
    Irak, Iran, USA, Donald Trump, Raketenangriff