09:46 18 Januar 2020
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    Die Staatsanwaltschaft Südkoreas hat im Präsidialamt in Cheong Wa Dae Durchsuchungen vorgenommen. Grund dafür sind Vorwürfe gegen die Regierung, sich in die Bürgermeisterwahl in der Stadt Ulsan im Juni 2018 eingemischt zu haben. Darüber schreibt die Agentur Yonhap am Freitag.

    Wie es heißt, habe die Staatsanwaltschaft des Zentralbezirks von Seoul am Freitagmorgen (Ortszeit) das Büro des für autonome Entwicklung der regionalen Regierungen zuständigen Sekretärs des Präsidenten wegen Einmischungsvorwürfen durchsucht.

    Nach Angaben der Agentur werfen die Staatsanwaltschaft und die Opposition dem Büro des Sekretärs vor, Wahlversprechungen des jetzigen Bürgermeisters von Ulsan, Song Cheol-ho, die mit dem Bau eines staatlichen Krankenhauses in der Stadt verbunden seien, vorbereitet und dann geholfen zu haben, sie in die Tat umzusetzen.

    Song Cheol-ho sei von der regierenden Demokratischen Partei für das Bürgermeisteramt nominiert worden. Zudem gelte er als enger Vertrauter des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In.  

    Unter anderem werde das Präsidialamt verdächtigt, die Ermittlungen wegen Korruptionsvorwürfen gegen den Ex-Bürgermeister von Ulsan, Kim Gi-hyeon, vor der Wahl 2018 beeinflusst zu haben. Dies habe Song Cheol-ho geholfen, bei der Wahl den Sieg zu erringen.  

    Die Stadt Ulsan befindet sich rund 400 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Seoul und liegt am Japanischen Meer.

    ns/sb

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    Tags:
    Moon Jae In, Durchsuchungen, Ermittlungen, Yonhap, Vorwürfe, Wahleinmischung, Südkorea