18:26 25 Januar 2020
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    Kaum hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) die lästige Situation mit ihrem Doktortitel hinter sich gebracht, soll sie nun noch die Entlassung ihres Ehemannes Karsten aus dem Landesamt für Gesundheit und Soziales mittragen. Dies bestätigte ein Sprecher des Berliner Verwaltungsgerichts gegenüber Sputnik.

    Die Disziplinarkammer des Verwaltungsgerichtes habe den Beamten mit einem Urteil vom 12. Dezember 2019 aus dem Dienst entfernt, so der Sprecher Stephan Groscurth. Die schriftlichen Urteilsgründe würden aber noch nicht vorliegen. Gegen die Entscheidung sei Berufung möglich. 

    Die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis gilt als die schärfste Form des Disziplinarrechts. Zuvor hatte das Online-Portal „Business Insider“ darüber berichtet. Nach Informationen des Portals soll Karsten Giffey, der zuletzt als Tierarzt im Einsatz war, bei seinen Arbeitszeiten geschummelt und Dienstreisen abgerechnet haben, die nie stattfanden. 

    Die 41-jährige SPD-Politikerin gilt als die mögliche kommende Berliner SPD-Landesvorsitzende. Mit dem Ärger um ihren Mann könnte ihre weitere politische Karriere erneut gefährdet werden. Vor kurzem hatte sie die Überprüfung ihrer Doktorarbeit überstanden und durfte ihr Ministeramt behalten. Neben der Plagiatsaffäre belastet die allgemein schlechte Stimmung in der Partei die Genossin. Vielen gilt sie daher als Hoffnungsträgerin und wurde zwischendurch sogar als Bundesvorsitzende ihrer Partei und Nachfolgerin der zurückgetretenen Andrea Nahles gehandelt. Wegen der Prüfung der Doktorarbeit kam das allerdings nicht in Frage.

    lk/sb

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    Tierarzt, Kanzleramt, Jens Spahn, Franziska Giffey