18:41 30 September 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    2917613
    Abonnieren

    Die Abgeordneten des iranischen Parlaments Mohammad Ali Pour Mokhtar und Hedayatollah Khademi haben in einem Interview mit Sputnik die USA vor verheerenden Konsequenzen jeglicher Anwendung von Gewalt in Bezug auf den Iran gewarnt.

    Der Raketenangriff auf US-Militärbasen im Irak, den Teheran in der Nacht zum Mittwoch unternommen habe, sei noch keine richtige Vergeltung für die Aktivitäten der USA in der Region, sagten die Abgeordneten.

    „Wie unser Oberster Führer (Ajatollah Ali Chamenei – Anm. d. Red.) äußerte, war die Attacke eine ernsthafte Ohrfeige für die USA, aber keine richtige Vergeltung“, sagte Mohammad Ali Pour Mokhtar, Mitglied des Gerichtsausschusses des iranischen Parlaments, gegenüber Sputnik.

    Seiner Ansicht nach gab es mehrere Gründe, aus denen Teheran auf die Ermordung von General Soleimani hatte reagieren müssen:

    Erstens habe der Iran mit seinem Raketenangriff gezeigt, dass er im Stande sei, „eine Abfuhr zu erteilen“ und die Ermordung des Generals nicht unbeantwortet zu lassen, der vom irakischen Premierminister und der Regierung des Landes offiziell eingeladen worden sei, betonte Pour Mokhtar.

    Zweitens sei es an der Zeit, auf alle illegalen Aktivitäten und Verbrechen der USA zu antworten, „damit sie ihre Taten bereuen“, so der Politiker.

    „USA müssen  Nahost-Region ein für alle  Mal verlassen“

    Außerdem müsse „der Tyrannei sowie dem Stereotyp über die Herrschaft, Überlegenheit und Macht der USA über die ganze Welt“ ein Ende gesetzt werden.

    Die Vereinigten Staaten müssten begreifen, dass sie „als Antwort auf ihre Aktivitäten mit einer noch stärkeren Abfuhr konfrontiert werden“ würden.

    Dem Abgeordneten zufolge wird Teheran sein Bestes tun, um die Vereinigten Staaten zum Rückzug aus der Region zu zwingen:

    „Viertens müssen die USA unsere Region ein für alle Mal verlassen, und zu diesem Zweck werden wir unser ganzes Potenzial einsetzen“, so Pour Mokhtar.

    Sollte Washington irgendwelche Manöver in Richtung des Iran unternehmen, so würde die Islamische Republik nicht davor scheuen, bestimmte Schritte auch innerhalb der USA zu unternehmen:

    „Die Amerikaner sind in jeder Hinsicht zu hochnäsig und selbstsicher. Dabei konnte eine nicht geringfügige Anzahl der Raketen, die gegen die Militärbasis Ain al-Asad abgefeuert wurden, das Ziel treffen“. Dies zeige, in wieweit die US-Amerikaner in ihrer Verteidigung schwach seien, fügte Pour Mokhtar hinzu: Schließlich seien die wichtigsten US-Militärbasen im Irak zerstört worden, und Washington verheimliche bis jetzt den tatsächlichen Schaden sowie seine tatsächlichen Verluste.

    „Die USA müssen eine Lehre aus diesem Angriff ziehen“, betonte der Abgeordnete. „Sonst werden wir nicht still sitzen, wir werden aggressiver handeln, und dann werden sich unsere Aktivitäten nicht nur auf Raketen beschränken. Wir werden unser ganzes Potenzial einsetzen, selbst innerhalb der Vereinigten Staaten und auch weltweit“, resümierte er.

    „Erst Anfang der Abschiebung von US-Truppen“

    Auch das Mitglied des Energieausschusses des iranischen Parlaments Hedayatollah Khademi scheute sich nicht vor starken Redewendungen:

    „Vom militärischen Standpunkt aus haben wir die USA erschüttert, unsere richtige Vergeltung ist noch nicht umgesetzt“. Der iranische Angriff auf US-Militärbasen im Irak sei erst der Anfang der „Abschiebung der US-Truppen aus der Region“, er solle die USA dazu anregen, ihre Stützpunkte in Kuwait, Katar und den vereinigten Arabischen Emiraten zu verlassen, sagte er gegenüber Sputnik.

    „Die USA müssen die Region verlassen, ihre Präsenz sät hier nur Kriege, Chaos und Verfall“, äußerte er.

    Sollten die USA einen militärischen Gegeneinsatz gegen den Iran unternehmen, so werde Teheran Israel angreifen, das „unmittelbar verwickelt wurde und den USA bei ihren Aktivitäten half“.

    „Wir werden auf jeglichen ihrer Militäreinsätze reagieren und den Nahen Osten für sie in eine Hölle verwandeln“, sagte Khademi.

    asch/gs

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    „Migranten können wir erschießen”: Wirbel um TV-Doku über AfD – Sputnik hakt nach
    Fünf Jahre Befreiungsschlag in Syrien: Warum sich Russland durchgesetzt hat
    US-Militärflugzeug im ukrainischen Odessa notgelandet
    „Ich hatte keine Wahl“ – Filmproduzent Jaka Bizilj zu Nawalny und dessen Überführung nach Berlin
    Tags:
    Nahosten, Angriff, US-Militärstützpunkte, US-Militärstützpunkt, Raketenangriff, Raketenangriff, Vergeltung, Ermordung, Ghassem Soleimani, Qassem Soleimani, USA, Iran