05:35 19 Januar 2020
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    Massive Eskalation in Nahost nach Mord an Soleimani – Alle Entwicklungen (66)
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    Die USA sind nicht gewillt, mit dem Irak über den Abzug ihrer Truppen aus dem Land zu verhandeln. Das geht aus einer am Freitag in Washington veröffentlichten Erklärung des US-State Departments hervor.

    So reagierte das US-Außenministerium auf Forderungen des amtierenden irakischen Regierungschefs Adil Abd al-Mahdi an Washington, eine Delegation zur Erörterung dieser Frage nach Bagdad zu entsenden.

    „Eine beliebige Delegation, die wir in den Irak schicken, wird sich ausschließlich damit befassen, wie wir unsere strategische Partnerschaft wieder beleben sowie wie und wo wir unsere Kräfte im Nahen Osten besser stationieren. Der Truppenabzug steht nicht zur Diskussion… Amerika ist eine Kraft des Guten im Nahen Osten“, heißt es in dem Papier.

    Bagdad fordert Truppenabzug

    Zuvor hatte Al-Mahdi in einem Telefongespräch mit US-Außenminister Mike Pompeo auf die Notwendigkeit hingewiesen, einen Modus für den Truppenabzug zu erarbeiten. Dazu sollte eine US-Delegation nach Bagdad kommen.

    Forderungen nach dem Abzug der US-Truppen wurden nach einer mit den irakischen Behörden nicht abgestimmten US-Operation im Raum des Flughafens von Bagdad laut, bei der der iranische Top-General Qasem Suleimani getötet worden war. Bagdad bewertete den Luftangriff als einen Verstoß gegen den Modus der US-Kräfte im Irak.

    Das Parlament in Bagdad stimmte am 5. Januar für den Abzug aller ausländischen Truppen aus dem Land. Am nächsten Tag erklärte der Oberbefehlshaber der irakischen Streitkräfte, Abdul Karim Khalaf, dass der Abzug bereits vorbereitet werde.

    Trump droht Bagdad Sanktionen an

    US-Präsident Donald Trump drohte dem Irak “ernsthafte Folgen” in Form von nie da gewesenen Sanktionen an. Zudem würden die USA den Irak nicht verlassen, bis Bagdad für den von den USA gebauten Stützpunkt im Land gezahlt hat.

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    Tags:
    Streit, Mike Pompeo, Donald Trump, Adil Abd al-Mahdi, Truppen, Irak, USA