02:49 20 Januar 2020
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    Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat am Samstag der französischen Regierung einen Verstoß gegen das Waffenembargo für Libyen vorgeworfen.

    „Es gibt einige Staaten, die versuchen, den Aufruf (der Präsidenten Russlands und der Türkei zu einem Waffenstillstand – Anm. d. Red.) in Libyen abzuwenden. Frankreich will jede Initiative blockieren, hinter die es sich nicht stellt. Frankreich trägt dazu bei, dass das Chaos weitergeht, indem es Waffen an Libyen schickt“, sagte Cavusoglu in Ankara. 

    Er äußerte zudem die Hoffnung, dass auch die libysche Nationalarmee (LNA) von Feldmarschall Khalifa Haftar die Initiative der Präsidenten Russlands und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, über einen Waffenstillstand in Libyen ab dem 12. Januar unterstützen werde.

    Libyen-Krise

    Das türkische Parlament hatte vergangenen Donnerstag eine mögliche Militärintervention in Libyen genehmigt. Im Dezember hatte Erdogan erklärt, dass der von der Uno unterstützte Ministerpräsident in Tripolis, al-Sarradsch, ihn um militärische Hilfe gebeten habe, nachdem die Türkei und Libyen ein Abkommen unterzeichnet hatten. Dieses erlaubt es Ankara, Militärexperten und Militärpersonal nach Libyen zu schicken.

    Das Gegenparlament im Osten Libyens hatte daraufhin am Samstag für einen Abbruch der Beziehungen zur Türkei gestimmt und das entsprechende Abkommen des westlichen Parlaments abgelehnt.

    Die Behörden im Osten des Landes agieren unabhängig von der Regierung in Tripolis unter Fajis al-Sarradsch und kooperieren mit Haftars Nationalarmee. Am 12. Dezember kündigte sie einen entscheidenden Kampf um Tripolis an. Medien berichteten von Zusammenstößen zwischen Haftars Truppen und den Streitkräften der international anerkannten Regierung in Tripolis.

    jeg/mt

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    Tags:
    Waffenlieferungen, Libyen, Frankreich, Mevlüt Cavusoglu, Türkei