16:02 23 Februar 2020
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    Die Schwächung der militärischen Rolle der USA in der Welt ist laut dem britischen Verteidigungsminister, Ben Wallace, nicht ausgeschlossen. Für Großbritannien bedeute dies, dass London sich darauf vorbereiten müsse, Kriege ohne Washington als Verbündeten führen zu können, berichtet die Zeitung „The Sunday Times“ am Sonntag.

    Die USA könnten sich Wallace zufolge „aus der führenden Position in der Welt zurückziehen“. Dies wäre „schlecht für die Welt und schlecht für uns“. Und es sei auch das, was „mich nachts wach halte“, so Wallace weiter.

    Aus diesem Grund wolle der Staat in Konfliktzeiten weniger von den USA abhängig und in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen und Bedrohungen zu erkennen.

    „Wir müssen unsere Ressourcen diversifizieren. Ob in Afghanistan oder am Golf – wir sind sehr abhängig von amerikanischer Luftunterstützung und amerikanischen Geheimdienst-, Überwachungs- und Aufklärungsressourcen“, sagte der Verteidigungsminister.

    Die Annahmen von 2010, dass London „immer Teil einer US-Koalition sein werde“, könnten somit bald verändert werden.

    Im Dezember kündigte Ministerpräsident Boris Johnson an, dass die britische Sicherheits-, Verteidigungs- und Außenpolitik seit dem Ende des Kalten Krieges am „tiefsten“ überprüft werden würden. Dies werde die Streitkräfte, die Geheimdienste und die Terrorismusbekämpfung sowie die künftige Entwicklung der Außenpolitik umfassen.

    aa/mt

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    Tags:
    Verbündete, Krieg, Verteidigungsminister, Führungsrolle, USA, Großbritannien