20:57 24 Januar 2020
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan soll am 19. Januar zu einem Arbeitsbesuch nach Deutschland reisen, wie aus seiner Administration am Montag verlautete.

    „Unser Präsident wird Deutschland am 19. Januar einen eintägigen Arbeitsbesuch abstatten“, hieß es. Zum Aufenthaltsprogramm wurden keine Informationen mitgeteilt.

    Wie die türkische staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am späten Sonntagabend meldete, haben die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Staatspräsident am Telefon über die Situation im nordafrikanischen Bürgerkriegsland Libyen gesprochen.

    In Libyen war in der Nacht auf Sonntag eine von der Türkei und Russland vorgeschlagene Waffenruhe in Kraft getreten.

    Wie Sputnik am Montag unter Verweis auf eine informierte Quelle aus Libyen mitteilte, ist Marschall Haftar, der militärische Kommandeur der libyschen Regierung in Tobruk, zu Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten der in Tripolis ansässigen Regierung, Fajis al-Sarradsch, in Moskau eingetroffen. Laut Medienberichten sollen die beiden ein Abkommen über die bereits in Kraft getretene Waffenruhe unterzeichnen. Dies soll den Weg für eine politische Regelung des libyschen Konflikts ebnen.

    Am Sonntagnachmittag hatte sich Erdogan mit Al-Sarradsch in Istanbul getroffen. Worum es im Detail ging, blieb zunächst unklar.

    In Libyen herrscht seit dem Sturz von Staatschef Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 ein Bürgerkrieg. Marschall Chalifa Haftar kämpft mit der von Fajis al-Sarradsch geleiteten Regierung um die Macht. Die Türkei, die Al-Sarradsch unterstützt, hatte jüngst Soldaten nach Libyen entsandt.

    ls/mt

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    Sputnik, Chalifa Haftar, Fajis al-Sarradsch, Muammar al-Gaddafi, Agentur Anadolu, Angela Merkel, Recep Tayyip Erdogan, Deutschland, Türkei