06:48 19 Januar 2020
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    Marschall Chalifa Haftar, der Oberbefehlshaber der Libyschen Nationalarmee (LNA), hat die beim jüngsten Treffen in Moskau abgegebene Schlusserklärung positiv aufgenommen, jedoch um zwei Tage Bedenkzeit gebeten, um sich bei Stammesältesten Rat zu holen, hieß es im russischen Verteidigungsministerium am Dienstag.

    Am Montag hatten in Moskau innerlibysche Verhandlungen unter Teilnahme von Vertretern Russlands und der Türkei stattgefunden. Laut einer libyschen Insiderquelle habe Haftar Moskau verlassen, ohne das Waffenstillstandsabkommen mit der in Tripolis ansässigen libyschen Nationalen Einheitsregierung von Fajis al-Sarradsch unterzeichnet zu haben.

    Der Außenminister der Sarradsch-Regierung, Mohamed al-Taher Siyala, sagte gegenüber RIA Novosti, die Delegation der Nationalen Einheitsregierung habe das Abkommen unterzeichnet und sei danach nach Istanbul weitergereist.

    Situation in Libyen

    Nach dem Sturz und der Ermordung des libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi im Jahr 2011 hat Libyen praktisch aufgehört, als ein einheitlicher Staat zu existieren. Es gibt heute eine Doppelherrschaft im Land. Im Osten tagt das vom Volk gewählte Parlament und im Westen – in der Hauptstadt Tripolis – regiert die mit Unterstützung der Uno und der EU gebildete Nationale Einheitsregierung mit Fajis al-Sarradsch an der Spitze. Die Behörden des Ostteils des Landes agieren unabhängig von Tripolis und kooperieren mit der Libyschen Nationalarmee.

    ls/mt

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    Tags:
    RIA Novosti, EU, Uno, Libysche Nationalarmee, Fajis al-Sarradsch, Chalifa Haftar, Russland, Libyen