08:13 21 Februar 2020
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    Die Gaspipeline Turkish Stream ist für Serbien laut dem Präsidenten Aleksandar Vucic ein strategisches Projekt, das Millionengewinne in die Staatskasse bringen soll. Konkret soll Belgrad aus dem Transit des russischen Erdgases auf 185 Millionen US-Dollar Einnahmen jährlich kommen, wie Vucic dem TV-Sender „Pink“ mitteilte.

    Belgrad habe noch im Dezember die Bauarbeiten an seinem 403 Kilometer langen Teil der Pipeline abgeschlossen. Es seien nur noch vier Messstationen und eine große Verdichtungsstation in Zabari geblieben.

    „Die Menschen werden Turkish Stream noch viele Jahre nutzen. Serbien als ein Transitland wird dadurch jährlich 185 Millionen Dollar verdienen“, sagte Vucic.

    Die Pipeline habe eine große Bedeutung für die Industrialisierung Serbiens sowie für die Anlockung von Investitionen. Über die Leitung werde Serbien überwiegend Erdgas aus Russland bekommen.

    „Nach Serbien sollen 13 Milliarden Kubikmeter Gas fließen. Drei Milliarden Kubikmeter davon bleiben im Land, die restlichen werden nach Ungarn, Bosnien und Herzegowina, Kosovo und Metochien gepumpt“, sagte Vucic und äußerte die Hoffnung, dass Bulgarien seinen Teil des Stranges bis Juni fertigbaut, so dass die Lieferungen nach Serbien schon im September oder bis Ende 2020 beginnen. 

    Das vor drei Jahren von Moskau und Ankara beschlossene Projekt Turkish Stream besteht aus zwei Pipelines mit einer Jahreskapazität von 31,5 Milliarden Kubikmetern. Der erste Strang liefert russisches Erdgas direkt in die Türkei, der zweite soll die Kunden in Südeuropa erreichen.

    om/mt

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