05:21 19 Januar 2020
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    Nachrichtenüberblick: Neue Beweise gegen Trump in Ukraine-Affäre; Menschenrechtler prangern Chinas Überwachungssystem an; EU-Staaten wollen Schlichtung; Abschiebeflug aus Deutschland in Kabul eingetroffen; Melbourne leidet unter Rauch; Flugzeug lässt Treibstoff über US-Schulen ab

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Neue Beweise gegen Trump in Ukraine-Affäre

    Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus haben weitere belastende Beweise für das Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump im Senat. Dabei handele es sich unter anderem um vertrauliche Telefondaten, heißt es in einer Mitteilung von vier demokratischen Ausschussvorsitzenden. Da diese Daten sensible persönliche Informationen enthielten, würden sie nicht öffentlich gemacht. Außerdem habe ein Mann namens Lev Parnas, der Verbindungen zu Trumps Anwalt Rudy Giuliani habe, dem Geheimdienstausschuss belastendes Material zur Verfügung gestellt.

    Menschenrechtler prangern Chinas Überwachungssystem an

    Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat China scharf kritisiert. Die Kommunistische Partei Chinas habe einen "Orwellschen Hightech-Überwachungsstaat" und ein "ausgeklügeltes Internet-Zensursystem" errichtet, um öffentliche Kritik zu überwachen und zu unterdrücken. So jedenfalls heißt es im Jahresbericht der Organisation, der in New York vorgestellt wurde. Gleichzeitig nutze Peking seinen wachsenden wirtschaftlichen Einfluss im Ausland, um das globale System zur Verteidigung der Menschenrechte auszuhebeln.

    EU-Staaten wollen Schlichtung

    Im Konflikt um das Atomabkommen mit dem Iran haben Deutschland, Frankreich und Großbritannien eine Schlichtung zur Rettung des Deals eingeleitet. Man könne die zunehmenden Vertragsverletzungen seitens des Irans nicht länger unbeantwortet lassen, sagte Außenminister Heiko Maas. Ziel bleibe, dass der Iran niemals Kernwaffen entwickle. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif bezeichnete die Entscheidung der Europäer als strategischen Fehler. Die Europäer sollten lieber ihren Verpflichtungen aus dem Abkommen nachkommen, statt Strafaktionen zu unternehmen, sagte Sarif.

    Abschiebeflug aus Deutschland in Kabul eingetroffen

    In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist heute Morgen ein weiterer Flug aus Deutschland mit abgeschobenen Menschen eingetroffen. Beamte am Flughafen teilten mit, die Maschine sei mit 37 abgeschobenen Afghanen an Bord kurz nach 7.00 Uhr Ortszeit gelandet. Es war die 31. Sammelabschiebung seit dem ersten derartigen Flug im Dezember 2016. Bei den bisherigen 30 Abschiebungen hatten Bund und Länder 800 Männer nach Afghanistan zurückgebracht.

    Melbourne leidet unter Rauch

    In den australischen Brandgebieten geht der Kampf gegen die Flammen weiter. In der Küstenstadt Melbourne war heute die Luft durch den Rauch so schlecht, dass sich Spiele der Qualifikationsrunde beim Tennisturnier Australian Open erneut verzögerten. In der zweitgrößten Stadt des Landes meldeten sich am Morgen mehr als 100 Menschen wegen Atembeschwerden bei der Notfallambulanz. Am Flughafen gab es Verspätungen. Später sollte es etwas kühler werden und regnen.

    Flugzeug lässt Treibstoff über US-Schulen ab

    Ein Passagierflugzeug hat kurz nach dem Start in Los Angeles Kerosin über mehreren Schulen abgelassen. Dabei wurden laut Feuerwehr mehr als 40 Menschen leicht verletzt, mindestens die Hälfte davon Schüler. Sie klagten laut Medienberichten über Atemwegs- und Hautreizungen. Ein Sprecher der US-Fluggesellschaft Delta Airlines sagte der Los Angeles Times, die Boeing 777 sei auf dem Weg nach Shanghai gewesen, habe aber kurz nach dem Start wegen eines Triebwerkproblems umdrehen müssen. Der Treibstoff sei abgelassen worden, um das Gewicht bei der Landung zu reduzieren.

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