21:39 25 September 2020
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    US-Präsident Donald Trump hat den Obersten Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, wegen seiner Wortwahl in Bezug auf die Vereinigten Staaten einer scharfen Kritik unterzogen.

    Zuvor hatte Irans Oberster Führer beim Freitagsgebet die Ermordung des iranischen Generals Qassem Soleimani als eine „Schande“ für die US-Administration bezeichnet. Die Vereinigten Staaten hätten sich wie „Feiglinge“ verhalten, die nicht im Stande seien, „ihr ramponiertes Image wiederherzustellen“, äußerte er.

    „Der sogenannte ‚Oberste Führer‘ des Iran, der in letzter Zeit nicht mehr so ein oberster war, hatte einige unangenehme Dinge über die Vereinigten Staaten und Europa gesagt. Ihre (Irans – Anm. d. Red.) Wirtschaft bricht zusammen, und ihr Volk leidet. Er sollte seine Worte sehr vorsichtig wählen!“, schrieb Trump auf Twitter.

    ​Zudem forderte er die iranischen Politiker dazu auf, ihr Land „wieder groß zu machen“, anstatt es zum Scheitern zu bringen. Diese Äußerung, die auf Trumps Wahlspruch „Make America great again“ von der Wahlkampagne 2016 anspielt, wiederholte er auch auf Persisch.

    ​Ermordung von General Soleimani und neue Sanktionen gegen Iran

    Die Krise in den Beziehungen zwischen den USA und dem Iran hatte sich Anfang Januar weiter verschärft, nachdem der Kommandeur der iranischen Al-Quds-Spezialeinheit, General Qassem Soleimani, sowie der Gründer der „Kataib Hisbollah“, Abu Mahdi al-Muhandis, bei einem US-Luftangriff im Raum des internationalen Flughafens Bagdad ermordet worden waren. Teheran feuerte Boden-Boden-Raketen gegen irakische Militärbasen ab, wo US-Truppen stationiert sind.

    Als Reaktion verhängten die USA Sanktionen gegen 17 iranische Bergbau- und Metallurgie-Unternehmen sowie gegen ausländische Schiffe, die bei Käufen derer Produkte eingesetzt worden waren.

    Außerdem führte Washington Sanktionen gegen acht ranghohe iranische Beamte ein.

    asch/ae

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    Tags:
    Iran, Kritik, Ayatollah Ali Chamenei, Ajatollah Ali Chamenei, Donald Trump, USA