06:35 20 Oktober 2020
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    Mindestens drei Menschen sind bei einem Autobombenanschlag in der Stadt Afgoye unweit der somalischen Hauptstadt Mogadischu ums Leben gekommen. Dies meldet die Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag. Sechs der rund 20 Verletzten sind türkische Staatsbürger.

    Laut dem somalischen Regierungssprecher Ismail Mukhtar Oronjo zielte der Angriff auf Polizisten ab, die türkische Ingenieure bewachten. Die Anzahl der Todesopfer und Verletzten könne steigen, sagte Oronjo. Unter den Verletzten sei der Kommandeur der somalischen Spezialeinheit.

    Einem Polizeisprecher zufolge wurden bei dem Anschlag drei Menschen, darunter auch Militärs, getötet. Nach Angaben der Türkischen Botschaft in Mogadischu wurden bei der Attacke vier türkische Spezialisten verletzt.

    Laut dem türkischen Gesundheitsminister, Fahrettin Koca, wurden bei dem Anschlag sechs türkische Staatsbürger und neun Somalier verletzt.

    Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Verweis auf die lokale Strafverfolgungsbehörden, ein Selbstmordattentäter habe ein mit Sprengstoff beladenes Auto auf ein Gebäude gerichtet, in dem türkische Ingenieure und somalische Polizisten zu Mittag aßen.

    Bislang bekannte sich niemand zu der Attacke.

    Das türkische Verteidigungsministerium verurteilte den Angriff.

    Islamisten-Angriffe auf Militärbasen – Mindestens vier Soldaten tot

    Zuvor hatte die Nachrichtenwebseite Garowe Online über Angriffe auf zwei somalische Militärbasen berichtet, die die militante islamistische Bewegung „Al-Shabaab“ in den zwei zurückliegenden Tagen verübt hatte.

    Zuerst griffen Al-Shabaab-Kämpfer in der Nacht zum Freitag einen Militärstützpunkt nahe des Dorfes Haji Ali (in der Region Middle Shabelle) unweit der Küste des Indischen Ozeans an. Nach Angaben aus Militärkreisen wurden dabei vier Soldaten der Regierungstruppen und 16 Islamisten getötet. Die Kämpfer wollen das Dorf erobert und sieben Soldaten getötet haben.

    Der zweite Zusammenstoß ereignete sich in der Nacht zum Samstag nahe der Stadt Afgoye, die 30 Kilometer von der Hauptstadt Mogadischu entfernt ist. Laut dem Sprecher der somalischen Armee, Osman Aden, dauerten die Kämpfe „eine Weile, bevor unsere Streitkräfte sie besiegten“. Es gebe Verletzte unter den Angreifern von der Al-Shabaab, hieß es. Konkrete Angaben zu der Opferanzahl gab es jedoch nicht.

    Laut einem Ortsbewohner brach dabei Panik in der Stadt aus. Die Bewegung Al-Shabaab bekannte sich zu der Attacke.

    Dem Nachrichtenportal zufolge erlitt Al-Shabaab mehrere Niederlagen in den zurückliegenden Monaten und verlor mehrere Schlüsselregionen, die sie früher kontrolliert hatte. Nun seien diese Gebiete von der Regierungsarmee und der Mission der Afrikanischen Union zurückerobert worden.

    Die in Somalia ansässige militante islamistische Bewegung al-Shabaab (dt.: „Bewegung der Mudschahedin-Jugend“), die seit 2012 als regionaler al-Qaida*-Ableger gilt,  wurde  2004  gegründet, kämpft gegen die zentrale Regierung des Landes und verhindert humanitäre Aktivitäten der Vereinten Nationen. 2008 nahmen die USA die Miliz in ihre Liste der Terrororganisationen auf. Gegen die Bewegung wurden außerdem Sanktionen verhängt.

    * Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten.

    asch/ae

     

     

     

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    Tags:
    Kämpfer, al-Shabaab, Türkei, Polizisten, Polizei, Anschlag, Islamisten, Attacke, Angriff, Angriff, Autobombe, Selbstmordattentäter, Selbstmordattentat, Selbstmordanschlag, Selbstmordanschlag, Somalia