05:12 30 September 2020
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    Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat am Samstag drei Millionen Vertriebene infolge des andauernden Krieges im Jemen gemeldet.

    „Der Krieg im Jemen hat mehr als drei Millionen Menschen obdachlos gemacht. 83 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder“, schrieb die Organisation auf Twitter.

    Zuvor hatte das Komitee berichtet, dass acht von zehn Bürgern des Jemen auf Hilfe angewiesen seien, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Sieben von zehn Menschen im Jemen hätten keinen Zugang zu medizinischer Hilfe. Dabei hätten 17,8 Millionen Bürger keinen Zugang zu Trinkwasser.

    Konflikt im Jemen

    Der Jemen ist eines der ärmsten Länder der Welt. Seit 2014 tobt dort ein Bürgerkrieg zwischen der jemenitischen Regierung und den Huthis. Saudi-Arabien trat 2015 mit arabischen Verbündeten in den Krieg ein, um die Huthis zu bekämpfen und den Einfluss des Erzrivalen Iran zurückzudrängen. Dabei werden oft auch zivile Objekte getroffen.

    Die Waffenlieferungen an Saudi-Arabien sind daher seit Jahren umstritten. Im Koalitionsvertrag, den die Spitzen von Union und SPD im März 2018 unterzeichneten, wollte man eigentlich „ab sofort keine Ausfuhren an Länder genehmigen, solange diese unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligt sind”. Dennoch habe die Bundesregierung weiter Exporte genehmigt.

    In der Tat spielt die Waffentechnik aus deutscher Produktion im Jemen-Krieg eine immense Rolle, darunter Kampfjets vom Typ Tornado und neuere Eurofighter Typhoon.

    ta/gs

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    Tags:
    Saudi-Arabien, Jemen