16:47 18 Februar 2020
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    Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage fordert der Geschäftsführer der Unternehmensberatung Roland Berger Global, Stefan Schaible, „eine Art neue industrielle Revolution“. Ziel sei, den Kapitalismus auf eine nachhaltige Basis zu stellen, hieß es.

    Dazu zählten die Umstellung auf eine nachhaltige Rohstoffbasis, das CO2-Thema und die Digitalisierung, sagte der Experte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor dem Treffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, das am Dienstag beginnt.

    „Das muss man nun anpacken. Es geht darum, den Kapitalismus auf eine nachhaltige Basis zu stellen“, so Schaible weiter.

    Verstärkte Zusammenarbeit gefordert

    Ihm zufolge ist es wichtig, Zusammenarbeit zu stärken. „Da muss jedes Unternehmen in mehr internationale Beziehungen mit seinen Wettbewerbern, seinen Zulieferern und mit der Politik investieren“, fügte er hinzu.

    Bei der WEF-Tagung könne Vertrauen aufgebaut werden. „Es ist falsch zu glauben, dass man, ohne zu reisen, wenn man nur zu Hause sitzt, die Probleme der Welt lösen kann“, sagte Schaible. „Das geht nur multilateral, das geht nur global.“

    Wirtschaft muss voranschreiten

    Vor allem die Wirtschaft müsse vorangehen und eine viel stärkere Rolle übernehmen. „Angesichts der Herausforderungen geht es darum, unser Wirtschaftssystem auf eine nachhaltige Basis zu stellen – die Klimathemen zu bewältigen und die Digitalisierung so auszugestalten, dass nicht ͵normale Leute΄ mehrheitlich als Verlierer dastehen und die politischen Systeme nicht kippen“, sagte der Experte weiter. „Das wird man auf nationalstaatlicher Ebene allein und auch ohne massive Beteiligung und Investitionen der Wirtschaft nicht hinbekommen.“

    Vor allem das Schlüsselthema Klima müsse auf die Industrie heruntergebrochen werden. Dafür sei nicht nur notwendig, in Deutschland viel CO2 einzusparen, die Bundesregierung müsse weltweit aktiv werden. Wenn in Australien Wald auf einer Fläche von der Größe Bayerns und Baden-Württembergs verbrenne, „dann muss man auch eine Klima-Außenpolitik machen“, forderte Schaible.

    Roland Berger ist eine globale Strategieberatung mit Hauptsitz in München und 50 Niederlassungen in 36 Ländern. 1967 gegründet, ist das Unternehmen die einzige weltweit führende Beratungsfirma mit nicht-angelsächsischen Wurzeln. 

    pd/sb/dpa/

     

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