20:05 20 Februar 2020
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    Berliner Libyen-Konferenz und Entwicklungen danach (30)
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    Die Türkei hat noch keine Truppen nach Libyen geschickt, dort sind nur türkische Militärberater tätig, sagte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Montag auf seinem Rückweg von Berlin gegenüber türkischen Journalisten.

    „Wir entsenden jetzt keine Militärkräfte dorthin. Wir haben nur ein Team von Militärberatern und Instrukteuren hingeschickt“, wird Erdogan vom Fernsehsender Haber zitiert.

    Am Sonntag hatte in Berlin eine internationale Libyen-Konferenz unter der  Teilnahme von Russland, den USA, der Türkei, Ägypten und anderen Ländern sowie der EU und der Uno stattgefunden. Bei dem Gipfeltreffen waren auch führende Vertreter der Konfliktseiten - der Premier der libyschen nationalen Einheitsregierung, Fajis al-Sarradsch, und der Befehlshaber der Libyschen Nationalarmee, Chalifa Haftar, - dabei. Auch dieses Mal gelang es nicht, direkte Verhandlungen zwischen ihnen zu organisieren.

    Krieg in Libyen

    Nach dem Sturz und der Ermordung des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi 2011 hörte Libyen praktisch auf, als ein einheitlicher Staat zu existieren. Aktuell besteht Doppelherrschaft im Lande. Im Osten sitzt das vom Volk gewählte Parlament, und im Westen, in der Hauptstadt Tripolis, herrscht die mit Unterstützung der Uno und der EU gebildete libysche nationale Einheitsregierung. Die Behörden des Ostteils des Landes agieren unabhängig von Tripolis und kooperieren mit der Libyschen Nationalarmee des Marschalls Haftar.

    ls/mt

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    Berlin, Deutschland, Fajis al-Sarradsch, Chalifa Haftar, Uno, EU, Recep Tayyip Erdogan, Libyen, Türkei