17:21 13 August 2020
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    Berliner Libyen-Konferenz und Entwicklungen danach (30)
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat erklärt, dass er sich mit dem Chef der Libyschen Nationalarmee, Chalifa Haftar, nicht an einen Verhandlungstisch setzen werde.

    In Berlin fand am Sonntag eine internationale Konferenz zu Libyen mit Beteiligung von Russland, den USA, der Türkei und anderen Ländern sowie der EU und der Uno statt. Zu dem Gipfel waren auch der Premierminister der Regierung der nationalen Einheit, Fajis al-Sarradsch,  und der Chef der Libyschen Nationalarmee, Chalifa Haftar, gekommen. Allerdings war es erneut nicht gelungen, Verhandlungen zwischen ihnen zu organisieren.

    „Ich habe (dem russischen Präsidenten) Putin sofort gesagt, dass wir nicht die Rolle eines Vermittlers übernehmen werden. Putin erwiderte, er werde Haftar übernehmen und schlug mir vor, mit al-Sarradsch zu arbeiten, um das Problem zu lösen. Wir haben mit ihm eine derartige Herangehensweise. Doch ich werde mich – nach meiner politischen Anschauung – nicht an einen Tisch mit einem Terroristen setzen, und werde es auch ihm nicht erlauben“, sagte Erdogan gegenüber türkischen Journalisten bei seiner Rückkehr von der Libyen-Konferenz in Berlin. Er wird von dem TV-Sender „A Haber“ zitiert.

    Krieg in Libyen

    Nach dem Sturz und der Ermordung des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 hörte Libyen praktisch auf, als ein einheitlicher Staat zu existieren. Aktuell besteht Doppelherrschaft im Lande. Im Osten sitzt das vom Volk gewählte Parlament, und im Westen, in der Hauptstadt Tripolis, herrscht die mit Unterstützung der Uno und der EU gebildete Regierung der Nationalen Einheit. Die Behörden des Ostteils des Landes agieren unabhängig von Tripolis und kooperieren mit der Libyschen Nationalarmee des Marschalls Haftar.

    ek/mt/sna

     

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    Muammar al-Gaddafi, Verhandlungen, Fajis al-Sarradsch, Chalifa Haftar, Recep Tayyip Erdogan, Libysche Nationalarmee LNA, Regierung der nationalen Einheit Libyens