03:11 22 Februar 2020
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    Die Türkei übt im östlichen Mittelmeer als Teil der zweiten ständigen Marinegruppe der Nato, zusammen mit Italien, Deutschland und Griechenland, teilte das türkische Verteidigungsministerium am Dienstag mit.

    „An den Übungen der zweiten ständigen Marinegruppe der Nato (SNMG-2) nehmen die türkischen Fregatten ‚Orucreis‘ und ‚Salihreis‘, die italienische Fregatte ‚Carabiniere‘, die deutsche Fregatte ‚Hamburg‘ und die griechische Fregatte ‚Limnos‘ teil. Die Besatzungen der Schiffe werden gemeinsame taktische Manöver durchführen und vom 24. bis 26. Januar im Hafen von Mersin eintreffen“, so das Ministerium.

    Die Türkei sei das zweitwichtigste Land unter den 29 anderen Ländern, die an der zweiten ständigen Marinegruppe der Nato teilnehmen, und spielt eine wichtige Rolle bei der Durchführung von Operationen der Nato-„Seewache“ und bietet den Verbündeten der alliierten Länder Unterstützung und Zugang zu den Häfen von Axaz und Mersin im Osten des Mittelmeeres.

    Spannungen wegen der S-400-Lieferungen

    Die Lieferungen der russischen Flugabwehrsysteme S-400 an die Türkei, die zu einer Krise in den Beziehungen zwischen Ankara und Washington geführt hatten, haben Mitte Juli begonnen. Als Reaktion darauf forderte Washington, den Deal aufzugeben und als Ersatz dafür US-amerikanische „Patriot“-Systeme zu kaufen. Dabei drohte Washington, den Verkauf von Kampfjets der 5. Generation F-35 an die Türkei zu verzögern oder gar aufzuheben. Darüber hinaus erwog Washington Strafmaßnahmen im Rahmen des Gesetzes zur Implementierung und Ausweitung von Sanktionen (CAATSA).

    Militäroffensive in Syrien

    Am 9. Oktober hatte Ankara den umstrittenen Militäreinsatz „Friedensquelle“ in Nordsyrien eingeleitet, der sich gegen die in der Türkei als Terrororganisation eingestufte und verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sowie die Terrormiliz „Islamischer Staat“* richten sollte. Dieser Schritt wurde von der EU verurteilt. Das Parlament nahm eine Entschließung an, in der es Sanktionen gegen die Türkei wegen des Militäreinsatzes forderte.

    Gasstreit zwischen der Türkei und Zypern

    Zypern ist in einen nur von der Türkei anerkannten Norden und in einen griechischen Süden geteilt. Die gesamte Insel ist als Republik Zypern international anerkannt und seit 2004 EU-Mitglied. Die Türkei und die Republik Zypern streiten sich um Öl- und Gasvorkommen vor der Küste. Aus EU-Sicht unternimmt die Türkei unbefugte Gaserkundungen und -bohrungen vor der Küste des EU-Mitglieds Zypern.

    *Terrororganisation, in Russland und in Deutschland verboten

    aa/mt/sna

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    Tags:
    Marine, NATO, Italien, Griechenland, Deutschland, Übung, Türkei