22:48 24 Februar 2020
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    Die US-Botschaft in Libyen hat ihre Position zum Ausdruck gebracht, dass die libysche National Oil Corporation (NOC) unverzüglich die Ölförderung in dem üblichen Format wiederaufnehmen solle.

    „Wir sind tief darüber besorgt, dass die vorübergehende Einstellung der Operationen (zur Ölförderung – Anm. d. Red.) der National Oil Corporation (NOC) eine Zuspitzung der extraordinären humanitären Situation in Libyen heraufbeschwört und dem libyschen Volke nachfolgende ungerechtfertigte Leiden zufügt. Die Operationen der NOC sollten unverzüglich wiederaufgenommen werden“, teilt die Botschaft auf ihrem Twitter mit.

    Am vergangenen Wochenende hatte die NOC Libyens einen Notstand wegen des Öl-Exportstopps aus fünf Häfen verkündet. Laut der Erklärung des Unternehmens hatte der Oberbefehlshaber der Libyschen Nationalarmee (LNA), Chalifa Haftar, zuvor die vorübergehende Einstellung des Prozesses der Ölverladung in fünf Häfen angeordnet.

    In der Oil Corporation wurde betont, dass eine teilweise Unterbrechung des Ölexports zur Reduzierung der Ölförderung um 800.000 Barrel pro Tag sowie zu finanziellen Verlusten in Höhe von 55 Millionen Dollar täglich führen werde.

    Nach Gaddafis Sturz und Ermordung 

    Nach dem Sturz und der Ermordung des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 hörte Libyen praktisch auf, als ein einheitlicher Staat zu existieren. Aktuell besteht Doppelherrschaft im Lande. Im Osten sitzt das vom Volk gewählte Parlament, und im Westen, in der Hauptstadt Tripolis, herrscht die mit Unterstützung der Uno und der EU gebildete Regierung der Nationalen Einheit. Die Behörden des Ostteils des Landes agieren unabhängig von Tripolis und kooperieren mit der Libyschen Nationalarmee des Marschalls Haftar.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Muammar al-Gaddafi, Chalifa Haftar, Libyen