03:56 25 November 2020
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    Washington hält einen Eintritt Chinas in trilaterale Verhandlungen mit Moskau über Atomwaffen für notwendig, erklärte der US-Botschafter bei der UN-Abrüstungskonferenz (UNCD), Robert Wood.

    „(…) Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass sich die Nuklearvorräte Chinas in den nächsten zehn Jahren nach Schätzungen verdoppeln werden, ist es, denken wir, Zeit, trilaterale Verhandlungen durchzuführen“, zitiert Reuters Woods Aussagen vom Dienstag.

    Der Agentur zufolge verwies Wood darauf, dass Washington in der vorigen Woche die Möglichkeiten für trilaterale Verhandlungen mit Vertretern Russlands besprochen hatte. Es sei gegenseitige Verständigung erreicht worden, so Wood. „Wir können es uns nicht leisten, zu warten“, so der US-Abrüstungsbotschafter in Genf.

    „Ich hoffe, dass sie (China) mit der Zeit und unter Einfluss anderer Länder sich neben den USA an den Verhandlungstisch setzen. Wir sind der Meinung, dass China dies im Interesse der globalen Sicherheit tun muss“, ergänzte Wood.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte letzte Woche, Russland würde an solchen trilateralen Gesprächen teilnehmen, würde China aber „nicht zwingen“, seine Position zu revidieren.

    Der Vertrag zur Verringerung strategischer Offensivwaffen (New-START-Vertrag; russ. SNV-III), der im Jahr 2010 unterzeichnet wurde, ist weiterhin der einzig gültige Vertrag zwischen Russland und den USA in Sachen Rüstungsbegrenzung. Das Abkommen läuft im Februar 2021 ab, und Washington hat noch nicht deutlich erklärt, ob es den Vertrag verlängern möchte oder nicht. US-Präsident Donald Trump hatte den Wunsch geäußert, ein neues trilaterales Atomabkommen mit Russland und China auszuarbeiten. Peking lehnte diese Idee ab. Wie der russische Außenminister Sergej Lawrow dazu sagte, plädiert Russland für eine Verlängerung des START-3-Vertrages ohne Vorbedingungen.

    ls/sb

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