22:14 28 Oktober 2020
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    Serbien hat kooperiert und wird trotz der Unzufriedenheit des Westens diesbezüglich auch weiterhin mit Russland und China kooperieren. Dies teilte der Präsident Serbiens, Aleksandar Vucic, am Mittwoch nach Abschluss des Forums in Davos mit.

    „Ich habe die Belehrungen, wie wir mit Russland und China kontaktieren, wirklich satt. Und Sie müssen das kleine Serbien nicht immer belehren, wie schädlich die Beziehungen zu China seien, wenn ich Xi Jinping drei- bis viermal seltener sehe als einzelne westeuropäische Staats- und Regierungschefs. Und der Handelsumsatz zwischen Serbien und China ist 70- bis 100-mal geringer als der zwischen China und diesen Ländern, die jede Gelegenheit ausnutzen, um ihre Waren nach China zu verkaufen, alles aus China herbeizuholen, Geld an China zu verdienen. Doch sie sagen: ‚Ihr, Serben, wagt es nicht, mit den Chinesen zusammenzuarbeiten, das ist nicht für euch‘", sagte Präsident Vucic.

    „Die gleiche Situation ist mit Russland: Sobald sie [den Präsidenten Russlands] Putin brauchen, ist alles in Ordnung. Aber es ist nicht für euch, ihr Serben, ihr seid klein, wer seid ihr, um mit Russland - an uns vorbei – zu kooperieren? Wir sind ein souveränes Land, ein unabhängiges Land, und wir werden mit Russland und China zusammenarbeiten. Ja, wir befinden uns auf dem europäischen Wege, dies ist unser strategischer Kurs, aber es besteht kein Zweifel, dass wir die Zusammenarbeit fortsetzen und die Zusammenarbeit sowohl mit Russland als auch mit China ausbauen werden, weil wir unsere eigene Politik, unser eigenes Land, unser Volk haben, und meine Aufgabe ist es, dafür zu kämpfen – für unser Volk und unser Land“, so Vucic.

    Vucic teilte zuvor mit, dass er eine schriftliche Bestätigung in Bezug auf Xi Jinpings bevorstehenden Besuch in Belgrad Ende 2020 erhalten habe. Vor einiger Zeit hatte der serbische Staatschef den Präsidenten der VR China wiederholt nach Serbien eingeladen.

    Serbiens außenpolitischer Kurs

    Serbiens außenpolitischer Kurs sieht vor, freundschaftliche Beziehungen zu Russland und zu China aufrechtzuerhalten und die Beziehungen zur EU und zu den USA auszubauen. Belgrad will die militärische Neutralität beibehalten, indem es sich weigert, der NATO und anderen Militärblöcken beizutreten. Diese Position ruft im Westen Einwände hervor: Serbien war mehrmals zu verstehen gegeben worden, dass eine europäische Integration nur möglich sei, wenn zwei Bedingungen erfüllt seien - die Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo und die Beendigung der freundschaftlichen Beziehungen zu Russland.

    ek/mt

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    Tags:
    USA, EU, Kosovo, Beziehungen, China, Russland, Aleksandar Vučić, Serbien