09:45 20 Februar 2020
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    Beim jüngsten Beschuss der US-Botschaft in Bagdad haben Extremisten selbstgebastelte verrostete Mehrfachraketenwerfer eingesetzt. Davon zeugten einige im Netz gepostete Bilder, wie die russische Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Mittwoch berichtete.

    „Örtliche Tüftler in einer unbekannten Werkstatt, von denen es in der irakischen Hauptstadt nur so wimmelt, fertigten ihre Raketenwerfer aus verrosteten Rohrstücken. Eine solche Anlage kann zeitgleich acht Geschosse abfeuern“, schrieb das Blatt.

    Den Angaben zufolge wurde der Raketenwerfer dann insgeheim zum Einsatzort gebracht und mit einer einfachen Decke „getarnt“. Allem Anschein nach sei die Zündung ferngesteuert worden, denn zum Zeitpunkt des Abschusses habe sich niemand am Raketenwerfer aufgehalten.

    „Nur drei Geschosse konnten die sogenannte ‚grüne Zone‘ in Bagdad erreichen, ohne einen nennenswerten Schaden angerichtet zu haben.“ Dem Blatt zufolge fanden die irakischen Sicherheitskräfte später noch eine ähnliche einsatzbereite Anlage.

    ​Raketengeschosse verfehlten ihr Ziel

    Die US-Botschaft in Bagdad war zuletzt in der Nacht zum Dienstag (21. Januar) beschossen worden. Drei Raketen schlugen unweit der diplomatischen Mission der Vereinigten Staaten ein.

    Der russische Militärexperte Juri Ljamin vermutet, dass bei der Attacke Raketengeschosse eingesetzt wurden, die im Nahen Osten weit verbreitet sind. Es gehe um die Munition zu einem 107-mm-Raketenwerfer chinesischer Produktion mit einer Reichweite von bis zu 8.500 Metern, sagte er.

    am/mt

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    Raketenbeschuss, Botschaft, USA, Irak