16:30 12 Juli 2020
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    Die USA sind über den wachsenden Einfluss Russlands und Chinas in Afrika besorgt, schreibt das US-Portal militarytimes.com. Das US-Kommando in Afrika (AFRICOM) erwäge Varianten, wie die Positionen der Vereinigten Staaten auf dem Kontinent gestärkt werden könnten.

    Generalmajor William Gayler zufolge könnte der Einfluss des Pentagon in Afrika nicht sosehr durch die Lieferung von Ausrüstung oder durch den Zugang zu Ressourcen, sondern vielmehr durch die Herstellung von Partnerbeziehungen zu einzelnen afrikanischen Staaten erhöht werden.

    „Geyler erinnerte an rund 20 bilaterale Verträge, die Russland seit 2015 mit afrikanischen Ländern unterzeichnet hatte“, heißt es in dem am Montag (20.01) abgedruckten Beitrag. „Der Einfluss dieser Abkommen auf US-Operationen ist im Moment nur schwer abzuschätzen. Aber AFRICOM verfolgt alle damit verbundenen Prozesse.“

    Russland als großer Waffenlieferant für Afrika

    Dem Portal zufolge hatte Russland an allen Waffenlieferungen an Afrika zwischen 2013 und 2017 einen Anteil von etwa 39 Prozent, China – 17 Prozent.

    Brigadegeneral Gregory Hadfield von AFRICOM wies auf die zunehmende Zahl der diplomatischen Vertretungen Pekings in Afrika hin:

    „Seit Beginn 2012 nahm die Zahl der Botschaften Chinas auf dem Kontinent um 24 Prozent auf 52 zu. Zudem richtete Peking 2017 einen Militärstützpunkt in Dschibuti ein.“

    Wirtschaftliches Engagement Chinas in Afrika

    Dem General zufolge erwägt China allem Anschein nach den Ausbau seiner ökonomischen Möglichkeiten auf dem Kontinent, indem es immer stärker in die Infrastruktur und in die Förderung von Bodenschätzen investiere.

    Mitte Januar hatte das Portal berichtet, dass die USA eine Umverteilung ihrer Kräfte in Afrika erwägen. Im Gespräch sei auch ihre Reduzierung, um Russland und China in anderen Regionen besser die Stirn zu bieten. Die endgültige Entscheidung sei bisher nicht getroffen, hieß es.

    am/ng

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    Tags:
    Besorgnis, Einfluss, Afrika, USA, China, Russland