19:15 05 August 2020
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    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Mittwoch nach Angaben eines Regierungssprechers mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping telefoniert und unter anderem mit ihm über die Ergebnisse der Libyen-Konferenz gesprochen.

    Xi habe diese unterstützt. An dem Gipfel am Sonntag im Kanzleramt hatte auch der chinesische Außenminister teilgenommen. Neben Libyen wurden auch Handelsfragen thematisiert.

    „Ebenso waren die Beziehungen zwischen der EU und China Thema, insbesondere das Spitzentreffen der EU mit China während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im September“, hieß es.

    Merkel warnt vor Ausgrenzung Chinas

    Deutschland will ebenso wie andere europäische Staaten beim 5G-Netz-Aufbau klären, wie es mit Anbietern aus China umgehen soll. Auch in der Union wird über einen möglichen Ausschluss chinesischer Unternehmen wie Huawei, den die Kanzlerin nicht befürwortet, heftig debattiert.

    Merkel hat vor einer Ausgrenzung Chinas in den internationalen Beziehungen gewarnt. Es sei verständlich, wenn es viele erschrecke, dass China seine historische Rolle als führende Nation wiedererlangen wolle, so die Bundeskanzlerin. Nur schwer zu akzeptieren sei es, weil mit China ein Land wirtschaftlich Erfolg habe, das eher kommunistisch als demokratisch ausgerichtet sei. Merkel plädiert aber dafür, dass man „nicht wieder in eine neue Bipolarität” verfalle.

    jeg/mt/rtr/sna

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    Tags:
    Libyen-Konferenz, China, Deutschland, Xi Jinping, Angela Merkel