04:30 25 Februar 2020
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    Knapp drei Wochen nach der Ermordung des iranischen Top-Generals Qassem Soleimani drohen die USA seinem Amtsnachfolger: Den neuen Chef der Al-Kuds-Brigaden Esmail Ghaani könnte das gleiche Schicksal ereilen, sagt der US-Sonderbeauftragte für den Iran, Brian Hook.

    Der von den USA ermordete General Soleimani war Chef der Al-Kuds-Brigaden, einer Spezialeinheit der iranischen Revolutionsgarden. Nach seinem Tod durch einen US-Luftangriff Anfang Januar übernahm Esmail Ghaani das Kommando über die Al-Kuds.

    „Wenn Ghaani weiter Amerikaner töten sollte, wird ihn das gleiche Schicksal ereilen“, warnte Hook in einem Gespräch mit der Zeitung Asharq Al-Awsat.

    US-Präsident Donald Trump hatte bereits vor einigen Jahren deutlich gemacht: Jeder Angriff auf Amerikaner oder die amerikanischen Interessen werde entschieden vergolten, so Hook. Im Fall Soleimani sei das klar vor Augen geführt worden.

    Nach Ansicht des amerikanischen Iran-Beauftragten müssen einfache Iraner unter dem Regime in Teheran leiden. Er versprach, dass die Vereinigten Staaten das iranische Volk weiter unterstützen würden.

    Nächtlicher Drohnenangriff

    Qassem Soleimani (62) war in der Nacht zum 3. Januar durch einen Drohnenangriff nahe dem Flughafen Bagdad getötet worden. Die Vereinigten Staaten machen den iranischen Topgeneral für den Angriff auf die amerikanische Botschaft im Irak am 31. Dezember 2019 verantwortlich und werfen ihm vor, weitere Attacken geplant zu haben.

    Der von US-Präsident Donald Trump persönlich befohlene Angriff auf irakischem Boden sorgte für neue Spannungen im Nahen Osten.

    Als Vergeltung griff das iranische Militär von US-Soldaten genutzte Militärbasen im benachbarten Irak an. Daraufhin verhängten die USA Sanktionen gegen 17 iranische Bergbau- und Metallunternehmen. Im Iran und im Irak nahmen Hunderttausende Menschen an Trauermärschen für Soleimani teil. Das irakische Parlament forderte in einer Resolution den Abzug aller ausländischen Truppen aus dem Land.

    leo/ae

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    Tags:
    Al-Kuds, Qassem Soleimani, Iran, USA