02:03 07 Juni 2020
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    Polen ist offenbar wegen der jüngsten kritischen Äußerungen von Russlands Präsident Wladimir Putin zu den Ursachen des Zweiten Weltkriegs derart besorgt, dass es einen Sonderstab zum Monitoring von Putins Handlungen während des Welt-Holocaust-Forums in Israel gebildet hat.

    Zum Stab gehörten Mitarbeiter der Kanzleien des Präsidenten, des Regierungschefs und des Außenamtes, sagte Michal Dworczyk, Chef der Kanzlei von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, in Warschau.

    Dieses Team werde am Donnerstag „die Entwicklung in Jerusalem verfolgen. Der Stab wird uns über Auftritte von Präsident Wladimir Putin und anderen Vertretern der Russischen Föderation auf dem Laufenden halten.“

    Hochkarätige polnische Mediengruppe

    Dworczyk zufolge koordinieren die drei Kanzleien alle Handlungen einer zuständigen Mediagruppe, in der Präsidentensprecher Błażej Spychalski und Regierungssprecher Piotr Müller Hauptakteure seien. Die Gruppe werde auf Ereignisse in Jerusalem im Notfall sofort reagieren, sagte er.

    Duda bleibt Holocaust-Gedenkfeier fern

    Polens Präsident Andrzej Duda hatte Anfang Januar seine Teilnahme an der Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee unter dem Vorwand verweigert, dass die Veranstalter ihn als Sprecher nicht eingeplant hätten.

    Präsident Putin war bereits am Donnerstag mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zusammengetroffen. Geplant war auch ein Gespräch mit Landespräsident Reuven Rivlin.

    am/ta

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    Tags:
    Michal Dworczyk, Israelis, Israel, Forum, Holocaust, Handlungen, Wladimir Putin, Monitoring, Stab, Polen