16:43 17 Februar 2020
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    Mehrere Monate nach seinem Abschied von der politischen Bühne in Österreich als Folge der sogenannten Ibiza-Affäre bereitet der ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sein Comeback vor. Der 50-Jährige kündigte am Donnerstagabend an, er wolle an der Spitze einer neuen Bürgerbewegung zunächst auf Landesebene wiederkommen.

    Die neue Partei heißt Die Allianz für Österreich (DAÖ). Sie wurde von Landtagsabgeordneten gegründet, die die FPÖ wegen deren Umgang mit Strache verlassen haben. Strache gilt als möglicher DAÖ-Spitzenkandidat bei der für den Herbst geplanten Landtagswahl in Wien.

    Die FPÖ hat ihren Ex-Chef inzwischen aus der Partei ausgeschlossen. Anlass für den Bruch waren das Ibiza-Video, auf dem Strache anfällig für Korruption wirkt, und vor allem die Spesen-Affäre. Strache soll durch das Einreichen privater Rechnungen die Parteikasse geschädigt haben. Der Politiker bestreitet jedoch die Vorwürfe, Geld aus der Parteikasse für private Zwecke verwendet zu haben. Die österreichische Justiz ermittelt.

    „Bevor man eine endgültige Entscheidung trifft, hat man auch alle Hausaufgaben zu machen“, hatte Strache vor mehreren Hundert begeisterten Anhängern auf dem Neujahrsempfang der neuen Partei Die Allianz für Österreich (DAÖ) gesagt.

    Der ehemalige FPÖ-Parteichef  war im Mai 2019 nach der Veröffentlichung des Ibiza-Videos als Vizekanzler und Parteichef zurückgetreten. Strache rechnete aber mit der FPÖ und seinen ehemaligen politischen Weggefährten ab. Es habe sich bei ihnen um falsche Freunde gehandelt. Die FPÖ befinde sich in einem Richtungsstreit und wolle sich offenbar zu einer zweiten konservativen ÖVP entwickeln, äußerte Strache.

    ta/gs

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    Österreich, Heinz-Christian Strache