06:12 29 Februar 2020
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    Südkoreas Präsident Moon Jae-in hat am Freitag mangelnde Fortschritte bei den Atomverhandlungen zwischen Nordkorea und den Vereinigten Staaten als den bedauerlichsten Aspekt für ihn im Jahr 2019 bezeichnet, wie die Agentur Yonhap mitteilte.

    In einem Interview mit dem Radiosender SBS im Vorfeld des Mond-Neujahres verwies er insbesondere auf den No-Deal-Gipfel zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem südkoreanischen Staatschef Kim Jong-un im Februar 2019 in Hanoi. 

    „Am meisten bedaure ich, dass der Nordkorea-USA-Gipfel in Hanoi mit nichts geendet hat. Wenn es im Nordkorea-USA-Dialog Fortschritte gegeben hätte, hätten wir (auf dem Wege) zum Frieden auf der koreanischen Halbinsel und zur interkoreanischen Zusammenarbeit voranschreiten können“, zitierte die Agentur Moon Jae-in.

    Atomgespräche zwischen USA und Nordkorea ins Stocken geraten

    Die Gespräche über die Denuklearisierung zwischen Nordkorea und den Vereinigten Staaten sind ins Stocken geraten, nachdem die nordkoreanische Delegation die Atomgespräche in Schweden vom Anfang Oktober abgebrochen und Washington dabei vorgeworfen hatte, „mit leeren Händen“ zu den Verhandlungen gekommen zu sein. Die US-amerikanische Seite wies die Anschuldigungen zurück: Die Diskussionen seien „gut“ gewesen und hätten eine Reihe von neuen „kreativen Ideen“ zu Tage gebracht, hieß es.

    Später drohte das nordkoreanische Außenministerium mit der Aussetzung der Verhandlungen, sollten sich die USA nicht von ihrer „feindseligen Politik“ lossagen und keine wirklichkeitsnahe Lösung zur Denuklearisierung sowie Sicherheitsgarantien bis zum Jahresende anbieten.

    Der Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un im Februar 2019 in Hanoi war ebenfalls ohne Ergebnis abgebrochen worden.

    Pjöngjang meldet „äußerst wichtige“ Raketentests

    Im Dezember hatte Pjöngjang bereits von zwei „äußerst wichtigen“ Tests auf dem Raketenstartgelände Sohae berichtet. Expertenschätzungen zufolge könnte es sich dabei um den Test eines neuen Triebwerkes für eine ballistische Interkontinentalrakete handeln.  

    Zudem hatte Nordkorea Ende 2019 die Möglichkeit ignoriert, mit US-Vertretern zu Verhandlungen zusammenzukommen, obwohl die US-amerikanische Seite, darunter auch der US-Sondergesandte für Nordkorea, Stephen Biegun, mehrmals angedeutet hat, sie sei zu Treffen bereit.   

    Kim Jong-un ruft zu „offensiven Maßnahmen“ auf

    In der Plenarsitzung des Zentralkomitees der regierenden Arbeiterpartei Ende Dezember hatte Nordkoreas Staatschef angesichts der stockenden Atomgespräche mit den USA zu „Offensivmaßnahmen“ für die nationale Sicherheit aufgerufen.

    Kim Jong-un verwies auf die Notwendigkeit, „konstruktive und offensive Maßnahmen“ zu ergreifen, um die Souveränität und Sicherheit des Landes zu gewährleisten. Welche Maßnahmen er konkret damit meinte, wurde nicht erwähnt.

    ns/ae

     

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    Kim Jong-un, Moon Jae-in, südkoreanische Agentur Yonhap, Donald Trump, USA, Nordkorea, Südkorea