07:46 08 Juli 2020
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    Prominente Gäste aus aller Welt haben dem Welt-Holocaust-Forum in Jerusalem beigelebt, das dem 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz gewidmet ist. In einem Artikel unter dem Titel „Leider eine vertane Chance“ kommentierte die ARD-Korrespondentin Sabine Müller dieses Ereignis auf der Seite der „Tagesschau“ und sorgte damit für viel Empörung.

    In ihrem Kommentar äußerte Müller die Zustimmung für die „würdige“ Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Das Verhalten Israels sowie Russlands kritisierte sie aber heftig. Es sei „unwürdig, wie Israel und Russland diesen Gedenktag teilweise kaperten“.

    Die beiden Länder hätten „ihre eigene politische und erinnerungspolitische Privatparty“ gefeiert und die ganze Veranstaltung habe „einen schalen Nachgeschmack“ hinterlassen.

    Müller zweifelte daran, dass aus dem Erinnern an der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz sowie aus den nochmal erzählten Schicksalen der Toten und der Überlebenden „die grassierende weltweite Antisemitismus zurückgedrängt werden kann“.

    „Und so war dieser Gedenktag letztlich leider auch eine vertane Chance“, unterstrich die Journalistin.

    ​Viele Nutzer auf Twitter zeigen sich von ihren Aussagen empört:

     

    ​Einige machten darauf aufmerksam, dass die Juden der Toten gedenken, die es ohne der Deutschen nicht gäbe:

    ​Kerstin Kaiser, einstige Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag Brandenburg und jetzt Büroleiterin der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) in Moskau, bezeichnete Müllers Vorgehensweise auf ihrem Facebook-Account als „Fehler, die kein Zufall sind“. Es wäre besser, wenn sie (Müller – Anm-d.Red.) schwieg“, schrieb Kaiser weiter.

    „Deutsche Journalistin Müller stellt fest: Im Gedenken sind wir Deutschen (aus dem Land der Täter) unschlagbar, während Vertreter des Landes der Opfer und der Befreier des KZ Auschwitz ihre "Privatparty" machen. Ach, hätte sie geschwiegen...“, so Kaiser.

    „RT Deutsch”-Journalist Florian Warweg wundert sich seinerseits über Müllers Einschätzung für was „würdig“ und was „unwürdig“ sei:

    ​Laut dem stellvertretenden Chefredakteur von Sputnik Deutschland Philipp Laiko „kann man vieles sagen, auch wenn man das nicht direkt zum Ausdruck bringt“:

    Einige (eher seltene) Nutzer hatten jedoch an den Worten der Journalistin nichts auszusetzen:

    ​sm/gs

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    Tags:
    Tagesschau, Empörung, Forum, Holocaust, Auschwitz