02:01 02 April 2020
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    Im Jubiläumsjahr der Deutschen Einheit hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Bürger in Ost und West dazu aufgerufen, aufeinander neugierig sowie miteinander im Gespräch zu bleiben.

    Wie Merkel am Samstag in ihrem Video-Podcast sagte, sei dies wichtig, weil es zwar „unglaubliche Erfolgsgeschichten“ und „viel Gelungenes“ gebe.

    „Aber wir sind noch nicht am Ende des Weges“, so Merkel.

    Die Kanzlerin wünsche sich nach ihren eigenen Worten, dass darüber hinaus möglichst viele Bürger aus Ost und West die Gelegenheit suchten, miteinander ins Gespräch zu kommen.

    „Denn viele Jahre Leben in der ehemaligen DDR, in einer Diktatur, aber auch durchaus ein reichhaltiges, erlebnisreiches Leben, das steckt man nicht einfach weg, sondern darüber muss man sprechen.“

    „Und ich wünsche mir, dass gerade die Menschen in den neuen Bundesländern sich noch einmal an den Mut erinnern, den wir vor 30 Jahren hatten, als wir auf die Straße gegangen sind, als wir uns ausgesprochen haben, als wir politische Forderungen gestellt haben und mit der gleichen Offenheit und auch mit der gleichen Entschiedenheit sollten sich alle in Ost und West in die Zukunft Deutschlands einbringen“, sagte Merkel.

    Gelegenheiten dazu böten eine Reihe von Bürgerdialogen und anderen Aktionen, die die Kommission „30 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ organisiere, so die Bundeskanzlerin weiter.

    Kommission „30 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit“

    An diesem Montag wird Merkel Mitglieder der Kommission „30 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ treffen. Diese will in den kommenden Monaten unter anderem bundesweit 16 Bürgerdialoge organisieren.

    Der Leiter der Kommission, Brandenburgs früherer Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), sagte, die friedliche Wiedervereinigung erfülle ihn zwar nach wie vor mit großer Dankbarkeit.

    „Gleichzeitig sehe ich aber auch sehr deutlich, dass sich die seinerzeitigen großen, vielleicht zu großen Hoffnungen längst nicht für alle erfüllt haben“, zitierte die Agentur DPA den Kommissionsleiter.

    Er wünsche sich, dass die Deutschen „wieder stärker miteinander, statt übereinander sprechen“.

    Deutschland begeht am 3. Oktober 2020 den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit.  

    ns/ae/dpa

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    Tags:
    Dialog, Kommission, Matthias Platzeck, SPD, Angela Merkel, Deutschland