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    Moskau bezeichnet die Ausweisung von zwei russischen Diplomaten aus Bulgarien als einen „unverhüllt unfreundlichen Schritt“ und behält sich das Recht auf Gegenmaßnahmen vor. Das geht aus einer am Samstag veröffentlichten Erklärung des russischen Außenministeriums hervor.

    Bulgarien hatte am Freitag beschlossen, zwei russische Diplomaten des Landes zu verweisen. Einem Mitarbeiter des Konsulats und einem Mitarbeiter der Handelsvertretung Russlands – beide mit diplomatischer Immunität - wurden Spionageaktivitäten zur Last gelegt.

    Sofia bringt keine Beweise ein

    „Dieser Schritt widerspricht dem konstruktiven und den von gegenseitiger Achtung traditionell geprägten Charakter der russisch-bulgarischen Beziehungen… Für ihre Entscheidung legte die bulgarische Seite keine vernünftigen Beweise vor“, hieß es in dem Papier.

    Zuvor hatte die diplomatische Vertretung Russlands in Sofia mitgeteilt, dass dem Botschafter eine Note überreicht wurde, wonach die beiden Diplomaten zu personae non grata erklärt würden.

    Ermittlung gegen die Diplomaten eingestellt

    Nach Angaben der bulgarischen Staatsanwaltschaft wurde eine vorgerichtliche Ermittlung eingeleitet, nachdem die Sicherheitsbehörden des Landes sie von Aktivitäten zweier Botschaftsmitarbeiter in Kenntnis gesetzt habe, die mit ihrem diplomatischen Status unvereinbar waren. „Da die beiden die diplomatische Immunität hatten, wurde die Ermittlung eingestellt“, hieß es in Sofia.

    am/

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    Tags:
    Ausweisung, Diplomaten, Vorwürfe, Spionage, Bulgarien, Russland