02:08 02 Dezember 2020
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    Der Chef der polnischen nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jarosław Kaczyński, hat in einem kürzlich erschienenen Zeitungsinterview von Russland und Deutschland eine Entschädigung für den Zweiten Weltkrieg gefordert. Hier ist nun die Reaktion der russischen Seite auf das polnische Verlangen.

    Die russische Botschaft in Deutschland hat Warschau daran erinnert, dass Russland bereits seinen Teil gezahlt habe und zwar mit 600.000 Leben von Rotarmisten, die Polen vom Nationalsozialismus befreit hätten. „Es ist nur ihnen zu verdanken, dass Polen heute als Staat existiert“, schrieb die Botschaft auf Facebook zum Schluss.

    Am 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee erinnere die Welt an die Schrecken der Schoah und an den Heldenmut des sowjetischen Soldaten. Die polnische Führung schreibt laut der Botschaft aber ihre eigene Geschichte.

    Deutschland und Russland hätten noch Reparationszahlungen für den Zweiten Weltkrieg zu leisten, erklärte Kaczyński gegenüber der „Bild“-Zeitung in dem Interview vom Samstag. „Auch Russland müsste zahlen. Aber ich glaube nicht, dass unsere Generation es noch erleben wird, dass Moskau sich seiner Verantwortung stellt. Sicher ist nur: Unsere Forderungen haben kein Verfallsdatum!“, so der polnische Politiker.

    aa/mt


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    Tags:
    Nationalismus, Reaktion, Kriegsreparationen, Polen