15:20 31 Oktober 2020
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    Im Streit um die Kosten für die Stationierung der US-Soldaten in Südkorea droht nun Tausenden südkoreanischen Beschäftigten bei den US-Streitkräften Korea (USFK) von April an Zwangsurlaub.

    Etwa 9.000 Südkoreaner haben Mitteilungen über einen „potenziellen“ Urlaub bekommen, teilten die US-Streitkräfte am Mittwoch mit.

    Hintergrund sind die Differenzen zwischen den USA und Südkorea, wie sie künftig die Kosten für die Stationierung der 28.500 US-Soldaten aufteilen werden. Das Abkommen über die Aufteilung ist Ende 2019 abgelaufen, auf eine neue Vereinbarung können sich die Seiten immer noch nicht einigen.

    Ohne die weitere Verpflichtung Südkoreas, auch die Arbeitskosten für die Südkoreaner zu teilen, würden USFK bald die einprogrammierten Gelder ausgehen, mit denen ihre Gehälter und Löhne bezahlt werden, hieß es.

    Die USA verlangen seit Längerem von ihrem Verbündeten, mehr für die amerikanische Truppenpräsenz zu zahlen. Washington will, dass Seoul bis zu fünf Milliarden Dollar jährlich oder ungefähr das Fünffache des bisherigen Anteils aufbringt. Der US-Botschafter in Südkorea, Harry Harris, hatte zuletzt erklärt, die USA hätten ihre Position abgemildert.

    Ein Streitpunkt in den Verhandlungen war zuletzt die Forderung der USA, auch über die Aufteilung der Kosten für den Transport von amerikanischen Soldaten zu sprechen, die nach Südkorea oder außer Landes gebracht werden. Der südkoreanische Unterhändler wies die Forderung zurück. Südkorea verlangt, dass der Rahmen des bisherigen Abkommens, das 28 Jahre Bestand gehabt hatte, eingehalten werden soll.

    om/sb/dpa

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    Tags:
    Zwangsurlaub, Kosten, Militär, Streit, USA, Südkorea