12:03 06 April 2020
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    Eingenickt oder sich schlafend gestellt? Das Verhalten des AfD-Fraktionschefs Alexander Gauland bei der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag hat unter Politikern und gewöhnlichen Menschen für Irritationen und Ärger im Netz gesorgt.

    Auf im Netz aufgetauchten Fotos ist zu sehen, wie Gauland während der Rede des Präsidenten des Staates Israel, Reuven Rivlin, anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des KZ-Lagers Auschwitz seinen Kopf mit der linken Hand abstützte. Dabei schloss er teilweise seine Augen.

    ​Zahlreiche Nutzer übten in ihren Twitter-Beiträgen heftige Kritik an Gauland. Die einen schreiben, dass sie sich für die Aufnahmen schämen, während andere von Respektlosigkeit sprechen:

    Politiker üben Kritik

    Eine Reihe von Politikern äußerte sich ebenfalls empört über das Verhalten von Gauland.

    „Ohne Worte“, twitterte der SPD-Bundestagsabgeordnete Jens Zimmermann.

    ​Zimmermanns SPD-Genossin Derya Türk-Nachbaur sprach von „demonstrativem Desinteresse“.

    ​Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach verwies auf Respektlosigkeit.

    Gedenkstunde im Bundestag

    Die Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus findet seit 1996 jährlich statt. Im Jahre 2018 hatte sich die AfD erstmals an der Gedenkstunde im Bundestag beteiligt. Gauland selbst sorgte bereits mehrfach mit radikalen Äußerungen wie etwa, dass die Nazi-Zeit „ein Vogelschiss in unserer über 1000-jährigen Geschichte“ gewesen sei, für heftige Skandale.

    ak/sb

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    Tags:
    Kritik, Alexander Gauland, AfD, Bundestag, Deutschland