21:20 29 März 2020
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    Schwedens Premierminister Stefan Löfven hat in einem Interview mit dem Sender SVT den Antisemitismus-Anstieg im Land auf den Zuzug von Zuwanderern aus Nahostländern zurückgeführt.

    Der Ministerpräsident machte vor allem die anti-israelische Propaganda in den Nahostländern für die Zunahme des Antisemitismus in Schweden verantwortlich:

    „Es ist auch so, dass wir Leute aus anderen Ländern haben, wo es Teil der staatlichen Propaganda ist, nicht nur gegen Israels Politik zu sein, sondern gegen Israel als Land“, äußerte er. Stockholm befürwortete jedoch das Recht Israels, „in Sicherheit zu leben“.

    „In diesen Ländern im Nahen Osten können Kinder bereits in der Schule lernen, woran sie glauben müssen. Es ist also unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass dies in Schweden nicht der Fall ist“.

    Zuvor hatte eine Studie ergeben, dass Antisemitismus mehr unter schwedischen Muslimen verbreitet ist. 18 Prozent der Gymnasiasten haben demnach eine negative Einstellung gegenüber Juden. Unter denjenigen, die sich als Muslime sehen würden, betrage dieser Wert 55 Prozent.

    Die Neuzuwanderer in Schweden stammen mehrheitlich aus Afghanistan, dem Irak und Syrien.

    Die Bevölkerung sollte über die Gräueltaten des Holocaust aufgeklärt werden, um mehr Verständnis für das Judentum und die Geschichte an den Tag zu legen, so Löfven.

    Hierzu zähle auch, dass Schulklassen Auschwitz besuchen. Denn dies würde dabei helfen, auf die Gefahren rechten Denkens hinzuweisen, so der Ministerpräsident.

    asch/ae

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    Muslime, Judenhass, Juden, Israel, Nahostregion, Nahost, Nahost, Antisemitismus, Ministerpräsident, Premier, Schweden