07:49 29 September 2020
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    Das österreichische Bundesheer hat am Sonntag eine Rückholaktion für sieben Landsleute begonnen, die zuvor aus dem chinesischen Corona-Seuchengebiet nach Frankreich geflogen worden waren. Die Österreicher sollen noch im Laufe des Tages zurück nach Wien kommen.

    Knapp drei Stunden später als geplant ist am Sonntag um 8.45 Uhr eine Bundesheer-Transportmaschine von Linz-Hörsching gestartet, um sieben Österreicher von der französischen Luftwaffenbasis Istres-Le Tube heimzubringen, berichtet oe24.

    Laut dem Kommandanten der Luftunterstützung im Fliegerhorst Vogler in Hörsching, Wolfgang Wagner, gelten die besagten Österreicher als gesund und zeigten bisher keine Symptome einer Coronavirus-Erkrankung.

    Dennoch werden die vierköpfige Crew der Hercules, eine Ärztin, ein Sanitärunteroffizier sowie zwei Experten des ABC Abwehrzentrums ebenso wie die sieben Passagiere als „Vorsichtsmaßnahme Atemschutz tragen“.

    Mit ziviler Maschine nach Frankreich

    Die Österreicher waren Wagner zufolge mit 282 weiteren Europäern, darunter Franzosen, Polen, Bulgaren, Briten, Schweden und Belgier, mit einer zivilen Maschine von China nach Südfrankreich geflogen worden. Das Flugzeug sei jedoch verspätet abgehoben, weshalb sich auch die Rückholaktion des österreichischen Bundesheeres um knapp drei Stunden nach hinten verschoben hat.

    Die C-130 werde voraussichtlich am frühen Nachmittag den Heimflug antreten und in Wien-Schwechat landen. Mit dieser Rückholaktion erfülle die Luftunterstützung des Heeres ihre eigentlich Aufgabe, „Österreichern in einer Notlage zu helfen“, sagte Wagner.

    Der österreichische Konsul in Peking, Nikolai Herold, hatte zuvor die Stimmung der Österreicher als „hoffnungsvoll“ beschrieben. Der Diplomat war von Peking nach Wuhan gereist, um die Landsleute heimzuholen. „Alle freuen sich schon, dass sie rauskommen und nach Österreich retourreisen können“, sagte er im Gespräch mit der „Krone“.

    Die chinesischen Behörden hatten kurz vor Jahreswechsel den Ausbruch einer Lungenentzündung gemeldet, die von einem neuartigen Coronavirus des Typs 2019-nCoV verursacht wird. Die Stadt Wuhan in der Provinz Hubei ist am schwersten betroffen.

    In China sind bereits mindestens 259 Menschen der Krankheit erlegen. Die Zahl der bekannten Infektionsfälle stieg auf mehr als 11.700 an. Auch in anderen Ländern sind insgesamt 100 Infektionsfälle registriert worden.

    leo/ae

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    Tags:
    Wien, Hercules, Bundesheer, Wuhan, China, Coronavirus, Frankreich, Österreich