02:43 02 April 2020
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    Russlands Einladung an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, die Schwarzmeer-Halbinsel Krim zu besuchen, ist laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow noch aktuell. Laut Erdogan erkennt die Türkei den Beitritt der Krim zu Russland nicht an und verfolgt weiter die Menschenrechtslage auf der Krim.

    „In dieser Hinsicht sind wir mit unseren türkischen Partnern überhaupt nicht einverstanden. Wir sind mit jenen Formulierungen nicht einverstanden, die in diesem Kontext verwendet werden. Wir haben mehrmals darüber gesprochen, dass jegliche Bedenken in Bezug auf die Krim-Tataren unbegründet sind“, sagte Peskow am Montag in seinem Kommentar zu den Aussagen Erdogans über die Krim-Tataren. 

    Ihm zufolge hat Russlands Präsident Wladimir Putin seinem türkischen Amtskollegen mehrmals die reale Sachlage erklärt.

    „Für Präsident Erdogan ist die Einladung des Präsidenten Putin noch aufrecht, die Krim zu besuchen und alles, wie man sagt, aus erster Hand zu sehen“, erinnerte der Sprecher.

    Zuvor am Montag hatte Erdogan erneut erklärt, dass Ankara die Wiedervereinigung der Krim mit Russland nicht anerkenne und die Wahrung der Menschenrechte der Krim-Tataren weiter überwachen werde.  

    Krim als Teil Russlands

    Die Wiedervereinigung der Krim mit Russland erfolgte nach einem Referendum im März 2014. Bei dem Volksentscheid hatten 96,77 Prozent der Bürger der Republik Krim und 95,6 Prozent der Einwohner von Sewastopol für den Beitritt zur Russischen Föderation gestimmt.

    Die Ukraine betrachtet die Krim weiterhin als ihr „zeitweilig okkupiertes Territorium“.

    Die russische Staatsführung hatte mehrmals erklärt, dass die Krim-Einwohner auf demokratischem Wege und unter strikter Einhaltung des Völkerrechtes und der UN-Satzung für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt hätten. Moskau hatte mehrmals darauf verwiesen, dass die Rechte aller Völker auf der Halbinsel bewahrt würden. Laut Russlands Präsidenten „ist die Frage der Krim endgültig abgeschlossen“.

    ns/ae/sna

     

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    Tags:
    Einladung, Menschenrechte, Besuch, Krim, Krim-Tataren, Dmitri Peskow, Wladimir Putin