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    Russland hat die Türkei aufgerufen, die in der russischen Schwarzmeerstadt Sotschi erzielten Vereinbarungen zur Sicherheitszone um das syrische Idlib streng einzuhalten. Das erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow in Moskau.

    „Nach uns vorliegenden Informationen werden jetzt die türkischen Truppen in der Idlib-Zone stationiert. Es kommt zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen ihnen und Einheiten der syrischen Regierungsarmee. Unsere Militärs verfolgen die Entwicklung“, sagte der russische Chefdiplomat in einem Interview der Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta“.

    Lawrow zufolge waren türkische Militärs zu einigen Objekten innerhalb der Deeskalationszone um Idlib vorgerückt, ohne die russische Seite davon in Kenntnis gesetzt zu haben. Deshalb habe Russland die syrische Armee darüber nicht informieren können, die die türkischen Formationen angegriffen habe. Ankara drohe mit Gegenschlägen, das alles sei äußerst bedauerlich, sagte Lawrow.

    Schlagabtausch zwischen Syrien und Türkei

    Das Verteidigungsministerium in Ankara hatte am Montag mitgeteilt, dass beim syrischen Beschuss fünf türkische Militärs und ein Zivilist getötet worden seien. Am Dienstag erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf dem Heimweg von Kiew, dass „Ankara nicht gewillt ist, seine Beobachtungspunkte in Idlib aufzugeben. Wir werden sie ausbauen und zugleich eine Zuspitzung der Beziehungen zu Moskau vermeiden“, betonte er.

    Vier Deeskalationszonen in Syrien

    Im Mai 2017 hatten sich Vertreter Russlands, des Irans und der Türkei in der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan (damals Astana) auf die Schaffung von vier Deeskalationszonen in Syrien verständigt. Drei davon werden seit 2018 von Damaskus kontrolliert. Der Großteil der vierten Zone um Idlib wird von der Terrormiliz Dschebhat an-Nusra* dominiert.

    Im September 2018 vereinbarten Russland und die Türkei eine entmilitarisierte Zone in Idlib, wo derzeit mehr als Dutzend diverse Formationen stationiert sind.

    *Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

    am/mt/jeg/sna

     

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    Tags:
    Appell, Einhaltung, Vereinbarungen, Recep Tayyip Erdogan, Sergej Lawrow, Idlib, Syrien, Türkei, Russland