22:32 12 August 2020
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    Die Nachrichtenagentur „Rossiya Segodnya“ hat in ihrer Antwort auf eine Anfrage des US-Magazins „Newsweek“ die Ausgabenverteilung des US-Verteidigungsministeriums kommentiert.

    Das Magazin teilte mit, dass das Pentagon Sputnik-Accounts in sozialen Netzwerken recherchiere. Damit wolle das Amt offenbar feststellen, ob Sputnik auf sozialen Netzwerken angeblich „Falschmeldungen“ über die Verbreitung des Coronavirus 2019-nCoV veröffentlicht. In diesem Zusammenhang wollte „Newsweek“ einen Kommentar von der russischen Agentur bekommen.

    Der Pressedienst von „Rossiya Segodnya“ zeigte sich „erstaunt“ darüber, dass Sputniks Einträge die Aufmerksamkeit US-amerikanischer Militärs auf sich gezogen hätten.

    „Seitdem wir Ihre Anfrage bekommen haben, befinden sich hier alle, ehrlich gesagt, im Zustand des Schocks und des Zitterns wegen des von Ihnen angeführten Beispiels für eine präzedenzlose Effektivität der Ausgaben des US-Militärhaushalts.“

    Die Agentur sei allerdings „froh“, dass ihre Produkte als „wichtige Informationsquelle für das Pentagon“ dienen. „Rossiya Segodnya“ werde das auch weiter „im Auge haben“.

    „Übermitteln Sie dem Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten unsere besten Wünsche.“

    Russische Medien in westlichen Ländern

    Die Lage um russische Medien in Nordamerika und Europa wird immer komplizierter. Ende 2016 verabschiedete das Europäische Parlament eine Resolution. Sie bezeichnete es als notwendig, russischen Medien entgegenzuwirken, und nannte Sputnik sowie den Fernsehsender RT, die zur Mediengruppe „Rossiya Segodnya“ gehören, als die wichtigsten Bedrohungen.

    Viele westliche Politiker warfen Sputnik und RT Einmischung in Wahlen in den USA und Frankreich vor, ohne jegliche Beweise zu liefern. Moskau wies die Beschuldigungen entschieden zurück. Im Dezember 2019 setzte das Nationale Komitee der US-amerikanischen Demokratischen Partei Sputnik und RT auf die Liste „propagandistischer“ Medien.

    Estnische Behörden drohen Sputnik-Mitarbeitern

    Ende 2019 hatten die Behörden in Estland Mitarbeitern von Sputnik Eesti mit Strafverfolgung gedroht, wenn sie vor Jahresbeginn 2020 ihren Job für „Rossiya Segodnya“ nicht aufgeben. Begründet wurde dies mit den Sanktionen, die die EU am 17. März 2014 im Hinblick auf die damaligen Ereignisse in der Ukraine gegen Einzelpersonen und Unternehmen verhängt hatte.

    Die EU-Sanktionen wurden jedoch laut dem estnischen Außenminister Urmas Reinsalu nicht gegen die Mediengruppe „Rossiya Segodnya“ verhängt, sondern persönlich gegen deren Chef Dmitri Kisseljow.

    Moskau reagiert

    Russlands Präsident Wladimir Putin hatte in einem Kommentar hinsichtlich der Situation um Sputnik Eesti erklärt, dass die russischen Behörden alles tun würden, um Sputnik bei seiner Arbeit in anderen Ländern zu unterstützen. Die Handlungen der estnischen Behörden gegenüber Journalisten der Agentur Sputnik seien ein „erstaunlichen Zynismus“.

    mo/mt/sna

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