03:09 14 Juli 2020
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    Die Vereinigten Staaten und Russland sollen nach Ansicht des neuen US-Botschafters in Moskau, John Sullivan, nicht die Präsidentschaftswahlen in den USA abwarten, um ihre Beziehungen zu verbessern.

    Laut Sullivan waren die Beziehungen zwischen Moskau und Washington seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr so schlecht wie heute.

    Nun sei der Zweck seiner Arbeit, den Rückgang in den Beziehungen der beiden Länder zu stoppen und diese zu verbessern, äußerte der Diplomat in einem Interview mit dem russischen TV-Sender RBC. US-Präsident Donald Trump habe ihn beauftragt, alles Mögliche dafür zu tun.

    „Ich kann Ihnen nicht sagen, wieviel Zeit das in Anspruch nehmen wird, aber man muss damit schon heute anfangen. Wir dürfen nicht auf die Wahlen in den USA im November dieses Jahres oder auf irgendwelche anderen politischen Ereignisse warten“, so Sullivan. „Die Kooperation der Vereinigten Staaten und Russlands ist heute absolut notwendig und meine vorrangige Aufgabe“.

    Zwar gebe es grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten zwischen Moskau und Washington, gestand Sullivan. „Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir keine Kontakte mit der anderen Partei unterhalten müssen“, so der US-Botschafter weiter.

    Außerdem versprach Sullivan, den Kurs seines Vorgängers, Jon Huntsman, fortzusetzen, der im August 2019 sein Rücktrittsgesuch eingereicht hatte.

    Sullivan war zwischen 2017 und 2019 als US-Vizeaußenminister tätig gewesen. Mitte Januar war er in Russland eingetroffen, um Huntsman auf dem Posten des US-Botschafters in Russland abzulösen. Am 5. Februar überreichte er dem russischen Präsidenten, Wladimir Putin, sein Beglaubigungsschreiben.

    asch/ae

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    Tags:
    John Sullivan, Kalter Krieg, historischer Tiefpunkt, Verbesserung, Beziehungen, Russland, Russland, USA