03:10 03 Juni 2020
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    Japan hat einen weiteren Spionagesatelliten der Baureihe Kogaku („Optik“) gestartet, um Nordkorea besser aus dem All überwachen zu können. Der Satellit Kogaku 7 wurde am Sonntag mit einer H-IIA-Trägerrakete erfolgreich auf eine Umlaufbahn gebracht, wie die japanische Raumfahrtbehörde  JAXA mitteilte.

    Für die H-IIA-Trägerrakete sei es bereits der fünfunddreißigste erfolgreiche Start gewesen, hieß es. Der mit Digitalkameras ausgestattete Spion soll die Erdoberfläche fotografieren und insbesondere militärische Anlagen in Nordkorea im Auge behalten. Das Raketenprogramm des abgeschotteten Nachbarstaates löst bei Japan Besorgnis aus.

    Der Vorgänger Kogaku 5, den Japan bereits 2015 in eine Umlaufbahn gebracht hatte, ist ebenfalls mit hochauflösenden Kameras ausgestattet, die selbst einen nur 40 Zentimeter großen Gegenstand ablichten können.

    Japan gibt bis zu 60 Milliarden Yen (ca. 555 Millionen US-Dollar) im Jahr für die Entwicklung von Spionagesatelliten aus. Der erste Satellit war 2003 ins All gebracht worden, fünf Jahre nachdem Nordkorea seine erste ballistische Rakete des Typs Taepodong-1 gezündet hatte.

    Mittlerweile kreisen insgesamt fünf optische Spionagesatelliten Japans um die Erde. Hinzu kommen zwei Radarsatelliten, die die Erdoberfläche nachts und bei Nebel überwachen.

    Nordkorea hatte sich 2005 zur Kernwaffenmacht erklärt und führte mehrere Atomtests durch, auf die der UN-Sicherheitsrat mit Sanktionen reagierte. Parallel dazu betreibt das Land ein Raketenprogramm. Im Dezember 2019 meldete die Staatsagentur KCNA, dass auf dem Startplatz Sohae ein weiterer „wichtiger Test“ erfolgreich durchgeführt worden sei.

    Vor diesem Hintergrund nahm die Besorgnis zu, dass sich die Spannungen im Streit um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm wieder zuspitzen. Die Verhandlungen der USA mit Nordkorea sind seit dem gescheiterten Gipfeltreffen im Februar vergangenen Jahres in Vietnam nicht mehr vorangekommen.

    leo/ae

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    Tags:
    Start, Spionagesatellit, Nordkorea, Japan