04:22 02 Juni 2020
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    Der iranische Präsident Hassan Rohani hat vor ausländischen Botschaftern in Teheran die Ermordung von General Qassem Soleimani durch US-Militärs bewertet.

    Rohani sagte vor den Botschaftern, dass der von den USA getötete General die in der Region anwesenden US-Generäle leicht hätte töten können, er habe jedoch Stabilität angestrebt.

    „Keiner bezweifelt in unserer Region, dass General Soleimani eine stabile und ruhige Lage in der Region anstrebte“, so Rohani. „Wenn er gewollt hätte, hätte er leicht US-amerikanische Generale in Afghanistan, im Irak oder woanders töten können.“

    Die Tötung einer Person, die sich offiziell auf dem Territorium eines Drittlandes befindet, verstößt laut Rohani gegen alle internationalen Rechtsnormen.

    Die USA haben den Chef der iranischen Spezialeinheit al-Quds General Qassem Soleimani und den stellvertretenden Chef der irakischen schiitischen Milizen Abu Mahdi al-Muhandis in der Nacht zum 3. Januar durch einen Drohnenangriff auf dem Territorium des Irak ermordet.

    Begründet wurde die Hinrichtung mit der angeblichen Verwicklung der beiden Kommandeure an den Angriff auf die US-Botschaft in Bagdad am 31. Dezember. Als Vergeltung für die Ermordung seines Generals bombardierte der Iran US-Stützpunkte in Irak.

    Teheran will nun die USA wegen der Ermordung des Generals Qassem Soleimani vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zur Verantwortung ziehen lassen. Soleimani wird im Iran von vielen Menschen als Märtyrer verehrt, die Trauerfeiern zu seinen Ehren zogen Millionen Menschen auf die Straßen der Islamischen Republik.

    om/gs

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    Tags:
    Hassan Rohani, Qassem Soleimani, Tötung, USA, Iran