03:28 20 Februar 2020
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    Als Reaktion auf den jüngsten Angriff der syrischen Regierungsarmee auf einen türkischen Kontrollposten in Idlib hat die türkische Luftwaffe einen syrischen Militärhubschrauber abgeschossen.

    Zudem beschossen die türkischen Luftstreitkräfte laut dem Verteidigungsamt insgesamt 101 Objekte der syrischen Armee.

    „Nach vorläufigen Angaben wurden 115 Ziele der syrischen Armee beschossen, 101 davon wurden getroffen. Unter anderem wurden drei Panzer zerstört und ein Hubschrauber abgeschossen. Die Operation geht weiter“, hieß es in einer Mitteilung des Verteidigungsamtes.

    Fünf türkische Soldaten bei syrischem Angriff getötet

    Zuvor hatte das Ministerium mitgeteilt, dass fünf türkische Soldaten bei einem Artillerieangriff der syrischen Armee  in dem Gebiet der Stadt Taftanaz in Idlib ums Leben gekommen waren, fünf weitere wurden verletzt.

    Bereits in der vergangenen Woche kamen bei einem Angriff der syrischen Regierungsarmee sieben türkische Soldaten und ein Zivilist ums Leben.

    In Idlib befindet sich eine der vier so genannten Deeskalationszonen, die 2017 unter Vermittlung Russlands, des Iran und der Türkei etabliert worden waren, um Zivilisten einen Ausweg aus den Kriegsgebieten zu ermöglichen. Anders als die drei anderen Deeskalationszonen wird Idlib immer noch nicht von der Regierung in Damaskus kontrolliert.

    Neben Millionen von Zivilisten werden dort Zehntausende extremistische Kämpfer und Terroristen vermutet. Die größten Gruppen sind die von der Türkei unterstützte Nationale Befreiungsfront und die Terrormiliz al-Nusra-Front*.

    *Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten

     

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