02:40 20 Februar 2020
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    Der US-Technologiekonzern Amazon hat das Gericht um Erlaubnis gebeten, US-Präsident Donald Trump im Rahmen der Pentagon-Ausschreibung für zehn Milliarden US-Dollar zu befragen. Dies geht aus dem Text der Petition hervor, der in der Datenbank der Gerichtsdokumente veröffentlicht wurde.

    Im November hat Amazon bei einem US-Bundesgericht Klage gegen die Vergabe eines lukrativen Militärauftrags im Wert von mehr als zehn Milliarden Dollar für ein Cloud-Projekt an den Konkurrenten Microsoft eingereicht. Darin warf das Unternehmen unter anderem Trump vor, Druck auf das Pentagon ausgeübt zu haben.

    AWS (Tochtergesellschaft von Amazon – Anm. der Red.) ersuche nun um die Erlaubnis, Aussagen von sieben Personen einzuholen, die die Schlüsselrolle bei der endgültigen Vergabe des Auftrags gespielt haben, hieß es im Dokument. Zu diesen Personen zählten neben Trump Pentagon-Chef Mark Esper und der ehemalige Verteidigungsminister James Mattis.

    Microsoft hat den Zuschlag für die Schaffung einer Cloud-Datenbank bekommen, obwohl zuvor Amazon als Auftragnehmer favorisiert wurde. Doch im letzten Moment hat das Verteidigungsministerium den Deal revidiert. Dies geschah vor dem Hintergrund Trumps heftiger Kritik an Amazon und dessen Gründer Jeff Bezos. Die Zeitung „The Washington Post“, die Bezos gehört, unterwirft Trump auch ständig der Kritik.

    Für den Auftrag bewarben sich ursprünglich auch IBM und Oracle, die jedoch noch früher ausstiegen. Google verzichtete noch 2018 auf die Ausschreibung.

    om/ae

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    Tags:
    Jeff Bezos, Druck, Zuschlag, Microsoft, Amazon, Verhör, Donald Trump, USA