02:12 08 August 2020
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    Der ehemalige Bürgermeister von New York und Medienmogul Michael Bloomberg, der bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 kandidieren will, soll im Jahr 2015 Verständnis für das Vorgehen des russischen Präsidenten Wladimir Putin bezüglich der Halbinsel Krim gezeigt haben.

    Seine offenbar vor Kurzem aufgetauchten Aussagen wurden von einem Kolumnisten der „Washington Post“ (WP), Josh Rogin, auf Twitter veröffentlicht.

    Damals habe Bloomberg Russlands „Attacke gegen die Ukraine“ mit der „Annexion Kaliforniens” durch die USA verglichen. „Was hätte Amerika getan, wenn wir ein Land hätten und viele Menschen in diesem Land Amerikaner sein wollten? Sagt Ihnen Kalifornien etwas? Wir sind einfach gegangen und haben es genommen.“

    ​Daraufhin habe Bloomberg „Russlands Aggression“ mit dem Vorgehen der Vereinigten Staaten mit ihren Militärbasen verglichen. „Ich behaupte ja nicht, dass Putin etwas Gutes tut und dass es erlaubt sein sollte. Wir haben das aber auch getan. Das war vor 200 Jahren, aber wir haben das getan. Und das mit dem Warmwasserhafen: Klingt Guantanamo Bay vielleicht bekannt? Wir haben ihn behalten.“

    ​Das Vorgehen Putins soll Bloomberg damals mit der Osterweiterung der Nato erklärt haben: „Einer der Gründe, warum Putin so reagierte, wie er reagierte, war die Absicht der Nato, sich bis an die russischen Grenze auszudehnen... Deshalb hatten sie (die Russen - Anm. d. Red.) gewusst, dass die Welt hinter ihnen her war“, zitiert der WP-Kolumnisten den Unternehmer.

    ​Mit Blick auf den Iran habe Bloomberg behauptet, dass die USA es nie schaffen würden, dieses Land davon abzuhalten, eine Atommacht zu werden. „Um das zu tun, muss man Russland als Verbündeten in solchen Sachen haben.“

    ​Bloomberg, dessen Vermögen bei 39 Milliarden US-Dollar liegt, will im März seine eine Milliarde US-Dollar teure Wahlkampagne starten. Berater und Freunde Bloombergs sagen, dass der Politiker sehr besorgt über die Vorherrschaft des exzentrischen und unberechenbaren Kandidaten Donald Trump unter den Republikanern und die hohen Chancen des demokratischen Senators Bernie Sanders sei.

    ta/gs

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    Tags:
    Kalifornien, Russland, Wladimir Putin, Donald Trump, Krim, Bloomberg