08:02 01 Dezember 2020
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    Die Nato will laut ihrem Generalsekretär Jens Stoltenberg angesichts der Befürchtungen über neue russische Raketen Russlands ein Wettrüsten vermeiden. Dies teilte er den Journalisten am Mittwoch mit.

    „Wir sind über die neuen russischen Raketensysteme sehr beunruhigt, und nicht nur weil die neuen russischen Raketen SSC-8 den INF-Vertrag verletzen und dies zum Tode des INF-Vertrags im vorigen Jahr führte. Wir werden antworten, doch wir werden nicht spiegelgleich darauf reagieren, was Russland tut. Wir haben keine Absicht, neue landgestützte Raketen (die imstande sind, Kernladung zu tragen – Anm. d. Red.) in Europa zu stationieren“, sagte er.

    Die Nato-Verteidigungsminister wollen am 13. Februar das gesamte Spektrum russischer Raketensysteme erörtern, die aktuell stationiert oder entwickelt werden, betonte am Vortag Stoltenberg.

    „Wir wollen ein neues Wettrüsten vermeiden oder verhindern und daher erwägen wir auch das, was wir im Bereich der Kontrolle über die Rüstungen tun können. Ein neues Wettrüsten wird gefährlich und äußerst kostenaufwendig sein“, sagte der Generalsekretär den Journalisten und fügte hinzu, dass die Nato den INF-Vertragsstopp sehr bedauere.

    Am 2. August des vorigen Jahres war der Vertrag über die Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite aufgelöst worden. Anfang des Jahres hatte Washington einen einseitigen Ausstieg aus diesem Abkommen gemeldet und Russland eine langwierige Verletzung vorgeworfen. Moskau hatte alle Vorwürfe zurückgewiesen. Anfang Juli vorigen Jahres hatte der russische Präsident Wladimir Putin ein Gesetz über die vorübergehende Auflösung des Vertrages unterschrieben.

    Russland hatte mehrmals erklärt, dass es die Bedingungen des INF-Vertrags vollständig erfülle. Der russische Chefdiplomat Sergej Lawrow betonte, dass Moskau sehr ernste Fragen an Washington hinsichtlich der Erfüllung des Vertrages vonseiten der Amerikaner selbst habe. Nach seinen Worten seien die  Beschuldigungen der USA hinsichtlich der Verletzung des INF-Vertrages grundlos.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Auflösung, Verletzung, INF-Vertrag, NATO