23:31 27 Februar 2020
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    Die türkischen Streitkräfte haben Sondereinsatzkräfte in das Gebiet ihrer Beobachtungspunkte in der Deeskalationszone Idlib verlegt, meldet die Nachrichtenagentur Anadolu.

    Laut Militärquellen der Nachrichtenagentur wurden Schützenpanzerwagen mit Sondereinsatzkräften aus unterschiedlichen Teilen der Türkei durch das Gebiet von Reyhanli in der Provinz Hatay verlegt.

    Unter anderem hat das Kommando der türkischen Streitkräfte an der syrischen Grenze Raketenwerfer stationiert.

    Am Mittwoch hatte die Agentur Anadolu gemeldet, dass die Türkei Raketenkomplexe nach Idlib verlegen werde. Damals wurde berichtet, dass eine Kolonne aus 15 LKW mit Mehrfachraketenwerfern das Gebiet Reyhanli in der Provinz Hatay an der Grenze zum syrischen Idlib erreicht haben soll.

    Erdogans Erklärung

    Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärt, er wolle die syrischen Regierungstruppen bis Ende Februar zum Verlassen der Deeskalationszone in Idlib zwingen. Er drohte außerdem mit Angriffen gegen die syrische Armee auch außerhalb dieser Zone, sollte es zu Attacken auf türkische Soldaten kommen.

    Idlib

    Gemäß der im Mai 2017 bei den Verhandlungen in Astana (aktuell Nur-Sultan) durch die Vertreter Russlands, des Irans und der Türkei erzielten Vereinbarung wurden in Syrien vier Deeskalationszonen geschaffen. Das Territorium dreier davon ging 2018 unter die Kontrolle von Damaskus über. Die vierte Zone, die in Idlib und Teilen der benachbarten Provinzen Latakia, Hama und Aleppo liegt, steht nach wie vor außerhalb der Kontrolle der Regierung der Republik. Dabei ist ihr größter Teil von Terroristen der „Dschebhat an-Nusra“ besetzt. Im September 2018 vereinbarten Russland und die Türkei in Sotschi die Schaffung einer demilitarisierten Zone in Idlib, wo sich über ein Dutzend diverser Formationen befinden.

    *Terrorvereinigung, in Russland und Deutschland verboten

    ak/sb/sna

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    Tags:
    Sondereinsatzmittel, Verlegung, Idlib, Syrien, Türkei