20:44 20 Oktober 2020
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    Das Kommando der türkischen Armee verstärkt laut Medien das Potenzial der Militäreinheiten an der Grenze zu Syrien und hat eine Panzerkolonne und Selbstfahrlafetten „Firtina“ dorthin verlegt. Dies meldet die Agentur Anadolu unter Verweis auf Militärquellen am Donnerstag.

    Panzertechnik aus verschiedenen Truppenteilen der Türkei habe die Provinz Gaziantep erreicht und sich von dort aus in Richtung der türkischen Provinz Hatay begeben, so die Agentur. Die Militärtechnik sei zwecks Stärkung der Militäreinheiten an die Grenze zu Syrien verlegt worden.

    Am Montag hatte das türkische Verteidigungsministerium gemeldet, dass infolge des Artilleriebeschusses eines Beobachtungspunktes in Idlib vonseiten der syrischen Armee fünf türkische Militärs ums Leben gekommen seien und fünf weitere Verletzungen erlitten hätten. Laut der Militärbehörde haben die türkischen Streitkräfte daraufhin 115 Ziele der syrischen Armee beschossen und 101 syrische Soldaten neutralisiert.

    Am 3. Februar seien infolge eines Artilleriebeschusses vonseiten der syrischen Armee in Idlib acht türkische Militärs und Zivilisten ums Leben gekommen. Wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, seien 76 syrische Soldaten Opfer der Gegenaktionen der Türkei geworden.

    Erdogan hatte zuvor erklärt, dass er seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin aufgefordert habe, auf den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Druck auszuüben, damit die syrische Armee die Offensive in der Provinz Idlib stoppe und bis Ende Februar von den türkischen Beobachtungspunkten abziehe, andernfalls würde Erdogan mit einer militärischen Antwort drohen.

    Gemäß der im Mai 2017 bei den Verhandlungen in Astana (aktuell Nur-Sultan) durch die Vertreter Russlands, des Irans und der Türkei erzielten Vereinbarung wurden in Syrien vier Deeskalationszonen geschaffen. Das Territorium dreier davon ging 2018 unter die Kontrolle von Damaskus über. Die vierte Zone, die in Idlib und Teilen der benachbarten Provinzen Latakia, Hama und Aleppo liegt, steht nach wie vor außerhalb der Kontrolle der Regierung der Republik. Dabei ist ihr größter Teil von den Terroristen aus der „Dschebhat an-Nusra“* besetzt. Im September 2018 vereinbarten Russland und die Türkei in Sotschi die Schaffung einer demilitarisierten Zone in Idlib, wo sich über ein Dutzend diverser Formationen befinden.

    *Terrorvereinigung, in Russland und Deutschland verboten

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Artillerie, Panzer, Baschar al-Assad, Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan, Syrien, Türkei