05:45 07 Juni 2020
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    Am Donnerstag hat der Schweizer Bundesrat und Außenminister Ignazio Cassis die Schweizer Botschaft in Minsk eröffnet. Früher gab es in Minsk nur ein Büro für die Schweizer Vertretung in Weißrussland. Neben der zu steigernden Interessenvertretung für Schweizer in Weißrussland soll die Maßnahme zudem der Friedensförderung dienen.

    Am Donnerstag besuchte der Schweizer Außenminister Ignazio Cassis die weißrussische Hauptstadt Minsk. Bei seinem Besuch eröffnete der Bundesrat die neue Schweizer Botschaft in Weißrussland. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) veröffentlichte ein Interview mit dem allerersten Schweizer Botschafter Claude Altermatt. Darin schildert er die Wichtigkeit der Botschaftseröffnung aus seiner Sicht. So sei sie erstrangig als ein „symbolischer Schub“ für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten zu sehen.

    ​Laut Altermatt soll die Botschaft eine gute Basis für weitere Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen schaffen. Vor allen Dingen sei es ein weiterer Schritt für die Förderung der Menschenrechte. Altermatt sagte zum EDA, dass das Potenzial zum Ausbau der bilateralen Beziehungen zu wenig genutzt werde. Doch gebe es ein beidseitiges Interesse, in diesem Punkt voranzukommen. Zu den erzielten Fortschritten der beiden Staaten erläutert der Botschafter Folgendes:

    „Der politische Dialog und der damit eingehende intensive Austausch waren auf der Stufe der stellvertretenden Staatssekretärin und des stellvertretenden Außenministers bisher äußerst nützlich – auch und gerade bei allen Unterschieden im Aufbau des Staatswesens und der politischen Kultur, die zwischen der Schweiz und Belarus bestehen. Auch unsere Tätigkeiten im Bereich Menschenrechte zeitigen nun gewisse Fortschritte, so im Bereich Folterbekämpfung. Wir werden diese Dialoge weiterführen!“

    Verbesserung des Dialogs in der Vergangenheit

    Die Dynamik in den bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Weißrussland habe in den letzten Jahren zugenommen. Dies schreibt die Zeitung „Der Bote“ aus dem Kanton Schwyz. Der von Altermatten angesprochene Dialog hätte sich in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Migration sowie Friedensförderung ausgebaut. Grund dafür ist sicherlich auch die Aufhebung der Sanktionen gegen Weißrussland im Jahr 2016. Das bilaterale Handelsvolumen der beiden Staaten hätte im vergangenen Jahr 194 Millionen Franken (182 Millionen Euro) betragen. Dies entspreche einem Zuwachs von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

    lm

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    Tags:
    Botschaft, Schweiz, Weißrussland, Minsk